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10-25 Wort-für-Wort Übersetzung

mahā-ṛṣīṇām – unter den großen (mahā) Sehern (ṛṣi)
bhṛguḥ – Bhṛgu
aham – (bin) ich
girām – unter den Wörtern
asmi – bin (ich)
ekam – die eine
akṣaram – Silbe („om“)
yajñānām – unter den Opfern
japa-yajñaḥ – das Opfer des lautlosen Wiederholens (japa „Flüstern“)
asmi – bin (ich)
sthāvarāṇām – unter den unbewegten Dingen
himālayaḥ – der Himālaya

10-26 Wort-für-Wort Übersetzung

aśvatthaḥ – (ich bin) der (heilige) Feigenbaum
sarva-vṛkṣāṇām – unter allen (sarva) Bäumen (vṛkṣa)
deva-ṛṣīṇām – unter den göttlichen (deva) Sehern (ṛṣi)
ca – und
nāradaḥ – Nārada
gandharvāṇām – unter den Gandharvas (himmlischen Spielleuten)
citra-rathaḥ – Citraratha „der einen glänzenden (citra) Wagen (ratha) hat“
siddhānām – unter den Vollkommenen (siddha)
kapilaḥ – Kapila
muniḥ – der Weise

10-26 Kommentar Sukadev

Unter den Bäumen bin ich der Feigenbaum“: Auch Bäume haben eine besondere Schönheit. Hast du in letzter Zeit einmal einen besonders schönen Baum angeschaut? Hast du einen Baum umarmt, einmal das Rauschen der Zweige ganz auf dich wirken lassen? Welcher Baum steht für dich besonders für göttliche Kraft? Hast du einen Lieblingsbaum? Krishna erwähnt hier den Ashwatthama Baum, den Feigenbaum. Welcher Baum, welche Baumart, ist für dich der/die großartigste?

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10-27 Wort-für-Wort Übersetzung

uccaiḥ-śravasam – als Uccaiḥśravas „der laut (uccaiḥ) wiehernde (śravas)“
aśvānām – unter den Pferden
viddhi – erkenne
mām – mich
amṛta-udbhavam – dessen Ursprung (udbhava) im Nektar (amṛta) ist
airāvatam – als Airāvata (den Reitelefanten Indras)
gaja-indrāṇām – unter den Elefantenfürsten
narāṇām – unter den Menschen
ca – und
nara-adhipam – als König

10-27 Kommentar Sukadev

Menschen hatten zu allen Zeiten eine besondere Beziehung zu ihren Tieren. Zu Krishnas Zeiten waren das für die Adligen Pferde und Elefanten. Heutzutage sind es in den hiesigen Breiten meist Hunde, Katzen, Pferde. Es gibt ja das Sprichtwort: „Das höchste Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.“ Ich bin als Jugendlicher selbst gerne geritten, hatte sogar ein eigenes Pferd. Die telepathische Verbindung mit meinem Pferd war schon etwas Besonderes. Das unglaublich schöne Gefühl des Miteinander-Verschmelzens beim Dressurreiten deute ich heute als tiefe spirituelle Erfahrung. Irgendwann wollte ich die Welt einmal so erfahren wie mein Pferd. Ich hatte keine Ahnung, wie Pferde die Welt wahrnehmen. Ich wusste nur, dass sie nicht in Worten denken. So machte ich es mir in Ausritten zur Aufgabe, die Welt ohne Wortgedanken wahrzunehmen. Tiefe spirituelle Erfahrungen von Einheit und Verbundenheit waren die Folge.

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10-28 Wort-für-Wort Übersetzung

āyudhānām – unter den Waffen
aham – (bin) ich
vajram – der Donnerkeil
dhenūnām – unter den Kühen
asmi – bin (ich)
kāma-dhuk – die Wunschkuh
prajanaḥ – (als) Erzeuger
ca – und
asmi – bin (ich)
kandarpaḥ – Kandarpa, der Liebesgott
sarpāṇām – unter den Schlangen
asmi – bin (ich)
vāsukiḥ – Vāsuki

10-28 Kommentar Sukadev

Unter den Waffen bin ich der Donnerkeil“: Arjuna war Krieger. Für ihn waren Waffen etwas Besonderes. Krishna will das spiritualisieren. Der „Donnerkeil“ ist keine menschliche Waffe. Blitz und Donner stehen außerhalb der menschlichen Reichweite. In früheren Zeiten empfanden die Menschen gegenüber Sturm, Gewitter, Blitz und Donner Furcht und Ehrerbietung. Wir haben zwar heutzutage gute logische Erklärungen für die Entstehung von Gewittern, wissen, dass Blitz und Donner auf verstehbaren Naturgesetzen beruhen. Ich will dir aber raten, wenn du das nächste Mal Zeuge eines Gewitters oder Sturmes wirst, das einmal mit allen Sinnen wahrzunehmen. Das kannst du auch unter Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen tun. Donner und Blitz können auch aus dem sicheren Fenster heraus erfahren werden. Und in starkem Wind wird manchmal die Stimme Gottes offenbar.

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10-28 Kommentar Swami Sivananda

Vajram: Die Donnerkeilwaffe, die aus dem Knochen von Dadhichi gemacht worden war; ein Kriegsgerät, das nur Indra bedienen kann, der hundert Opfer vollbracht hat.
Kamadhuk: Die Kuh des großen Weisen Vasishta, Kamadhenu, die alle Wünsche erfüllte und ebenfalls aus dem Milchmeer geboren worden war.
Kandarpa: Cupido, Liebe.
Vasuki: Der Herr der haubenlosen, gewöhnlichen Schlangen.

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10-29 Wort-für-Wort Übersetzung

anantaḥ – Ananta „der Endlose“
ca – und
asmi – (ich) bin
nāgānām – unter den Nāgas (mythische Schlangenwesen mit Menschengesicht)
varuṇaḥ – Varuṇa (vedischer Gott, herrscht besonders über die Gewässer)
yādasām – unter den Wasserwesen
aham – (bin) ich
pitṝṇām – unter den Vorvätern
aryamā – Aryaman
ca – und
asmi – bin (ich)
yamaḥ – Yama, der Todesgott
saṃyamatām – unter den Regierenden
aham – ich (bin)

10-29 Kommentar Sukadev

Als Nagas werden zum einen die Schlangen bezeichnet. Ananta ist die Weltenschlange, welche auf dem unendlichen Ozean schwimmt und auf der Vishnu ruht. Hier symbolisiert das Meer Brahman (das Absolute). Ananta (wörtlich „unendlich“) symbolisiert alle Kräfte des Universums in ihrer unmanifesten Form. Vishnu symbolisiert die Urintelligenz, welche alle Kräfte formt. Aus Vishnus Nabel entspringt ein Lotos, welcher symbolisch für Lakshmi, die Ursubstanz steht. Auf diesem Lotos meditiert Brahma und aus seinem Geist entspringt die Welt. In diesem Mythos wird verdeutlicht, dass diese Welt ein Traum Gottes ist.

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10-30 Wort-für-Wort Übersetzung

prahlādaḥ – Prahlāda
ca – und
asmi – (ich) bin
daityānām – unter den Dämonen (den Söhnen Ditis)
kālaḥ – die Zeit
kalayatām – unter den Dingen, die zählen
aham – ich (bin)
mṛgāṇām – unter den (wilden) Tieren
ca – und
mṛga-indraḥ – der Löwe, der „Fürst (indra) der Tiere (mṛga)“
aham – (bin) ich
vainateyaḥ – Garuḍa, der Sohn Vinatās
ca – und
pakṣiṇām – unter den Vögeln

10-30 Kommentar Sukadev

Unter den Dämonen bin ich Prahlada“: Selbst unter den Bösen gibt es Gute. Kein Mensch ist nur schlecht. In jedem Menschen ist ein göttlicher Kern. Auch im abgrundtief Schlechten ist das Gute angelegt. Dies verdeutlicht der Mythos um den Dämonen Hiranyakashipu, seinen Sohn Prahlada und Narasimha, dem vierten Hauptavatar von Vishnu: Es war einmal ein Dämon namens Hiranyakashipu. Er war sehr machtvoll. Er vertrieb die Engel aus dem Himmel und versklavte alle Menschen auf der Erde. Er verbot, Gott zu verehren. Wie Stalin und Mao befahl er, dass stattdessen er selbst verehrt werden möge. Hiranyakashipu hatte einen Sohn namens Prahlada. Er schickte diesen Sohn zu den besten Dämonen-Lehrern. Prahlada hörte aber von einer Magd über die Großartigkeit von Vishnu, von Gott selbst. Er entbrannte in tiefer Liebe zu Gott und begann, Vishnu zu lobpreisen und über ihn zu meditieren. Die Lehrer von Prahlada versuchten alles, was sie konnten, um ihn davon abzuhalten. Sie versuchten es im Guten und im Bösen, mit Bestechung und mit Prügel. Als Hiranyakashipu von den „Unarten“ seines Sohnes und seiner Unbelehrbarkeit erfuhr, wollte er ihn töten lassen. Prahlada aber dachte an Vishnu und wiederholte Om Namo Narayanaya. So konnten ihm keine Waffen, kein Gift und auch kein Sturz von einer Klippe etwas anhaben. Schließlich ließ Hiranyakashipu seinen Sohn zu sich holen und fragte ihn: „Wer soll das denn sein, Vishnu?“ Prahlada antwortete: „Vishnu ist der Allumfassende, der Herr des Universums.“ Hiranyakashipu lachte und sagte: „Weißt du nicht, dass ich der Herrscher des Universums bin?“ Prahlada antwortete: „Auch deine Kraft ist letztlich die Kraft von Vishnu.“ Hiranyakashipu: „Wo soll denn dieser Vishnu sein.“ Prahlada: „Gott ist überall.“ Hiranyakashipu: „Ist er auch in dieser Säule?“ Prahlada: „Ja, da ist er auch.“ Hiranyakashipu: „Beweise es mir!“ Kurz nachdem Hiranyakashipu diese Worte gesagt hatte, trat Vishnu aus dieser Säule in Gesalt von Narasimha, halb Mensch, halb Löwe. Er nahm Hiranyakashipu auf seinen Schoß und tötete ihn mit seinen Pranken. Besänftigt durch die Gebete von Prahlada, setzte Narasimha eine gerechte Regierung ein und verschwand. Noch heute wird Narasimha verehrt und ich kenne eine Reihe von Menschen, die Visionen von Gott in der Gestalt von Narasimha hatten. Prahlada als Sohn des Königs der Dämonen beinhaltet, dass auch im Schlimmsten das Gute ist und dass letztlich das Gute langfristig die Oberhand gewinnt, wenn nicht aus eigener Kraft, dann durch die Gnade Gottes.

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