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10-27 Kommentar Sukadev

Menschen hatten zu allen Zeiten eine besondere Beziehung zu ihren Tieren. Zu Krishnas Zeiten waren das für die Adligen Pferde und Elefanten. Heutzutage sind es in den hiesigen Breiten meist Hunde, Katzen, Pferde. Es gibt ja das Sprichtwort: „Das höchste Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.“ Ich bin als Jugendlicher selbst gerne geritten, hatte sogar ein eigenes Pferd. Die telepathische Verbindung mit meinem Pferd war schon etwas Besonderes. Das unglaublich schöne Gefühl des Miteinander-Verschmelzens beim Dressurreiten deute ich heute als tiefe spirituelle Erfahrung. Irgendwann wollte ich die Welt einmal so erfahren wie mein Pferd. Ich hatte keine Ahnung, wie Pferde die Welt wahrnehmen. Ich wusste nur, dass sie nicht in Worten denken. So machte ich es mir in Ausritten zur Aufgabe, die Welt ohne Wortgedanken wahrzunehmen. Tiefe spirituelle Erfahrungen von Einheit und Verbundenheit waren die Folge.

Hast du eine besondere Beziehung zu einem Tier? Oder hattest du mal eine? Gibt es Tiere, deren Erhabenheit du besonders schätzt? Vielleicht Delfine, Wale, Elefanten, Löwen?
Die Evolutionsbiologie behauptet zwar, dass alles Leben durch Genvariation und natürliche Selektion entstanden ist. Manchmal sprechen Biologen von der Evolution wie von Gott – auch das kann zu einer Gotteserfahrung führen: Wie großartig ist doch die Evolution, dass eine solche Menge von Lebewesen entsteht?

Unter den Menschen bin ich der König“: Heutzutage gibt es, mindestens im deutschen Sprachraum, keine Könige mehr. Aber viele Menschen sind weiterhin fasziniert vom Adel. Die Klatschblätter sind voll von ihren Geschichten. Vielleicht hast auch du eine besondere Liebe zu einem Adligen? Oder Prominenten?

Oder vielleicht kennst du Führungskräfte, vor denen du besonderen Respekt hast? Dein Chef, dein ehemaliger Chef? Der Vorsitzende eines gemeinnützigen Vereins? Jemand, der sich bei deiner Ortsgruppe von Greenpeace besonders einsetzt? Jemand, der im Elternbeirat bereit ist, Verantwortung zu übernehmen? Während ich dieses Buch schreibe (Anfang 2009), wird der amerikanische Präsident Barack Obama besonders verehrt. Gibt es einen Politiker, den du besonders verehrst? Adenauer, der mit dazu beigetragen hat, die Deutschen aus Nazi-Überzeugungen zur Demokratie zu führen? Willy Brandt? Ein Freiheitskämpfer? Mahatma Gandhi? Martin Luther King? Die Fähigkeit, Menschen zum Guten zu führen, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, all das sind göttliche Eigenschaften. Diese hast auch du in dir. Überlege: Wann habe ich Führungs-Verantwortung übernommen? Habe ich dabei gespürt, dass eine höhere Kraft in mir wirksam war? Dabei ist aber auch wichtig: Wenn du dich mit Macht und Ansehen identifizierst, ist der Schritt zu Korruption oder Machtgier nicht mehr weit. Wenn du Führungspositionen, Führungsrolle, Verantwortung als Dienst an Gott und der Menschheit verstehst und wenn du dir dabei nichts auf deine Führungsqualitäten einbildest, kannst du demütig bleiben. Du weißt, dass das alles Fähigkeiten Gottes sind, die sich durch dich manifestieren und die dir Gott auch jederzeit wieder nehmen kann.

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