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02-65 Wort-für-Wort Übersetzung

prasāde – in (diesem) Frieden
sarva-duḥkhānām – aller Leiden (duḥkha)
hāniḥ – das Vergehen
asya – dieses (Menschen)
upajāyate – kommt zustande
prasanna-cetasaḥ – dessen Geist (cetas) ruhig ist
hi – denn
āśu – schnell
buddhiḥ – der Verstand, die Vernunft
paryavatiṣṭhate – wird gefestigt

02-66 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
asti – es gibt
buddhiḥ – Einsicht
ayuktasya – für einen, der nicht selbstbeherrscht ist
na – nicht
ca – und
ayuktasya – für einen, der nicht selbstbeherrscht ist
bhāvanā – Meditation
na – nicht
ca – und
abhāvayataḥ – für einen, der nicht meditiert
śāntiḥ – Frieden
aśāntasya – für einen ohne Frieden
kutaḥ – woher
sukham – (kommt) Glück

02-67 Wort-für-Wort Übersetzung

indriyāṇām – Sinnen
hi – denn
caratām – nach den umherschweifenden
yat – welcher
manaḥ – Geist
anuvidhīyate – sich ausrichtet
tat – dieser (Geist)
asya – dieses (Menschen)
harati – trägt fort
prajñām – die Weisheit
vāyuḥ – der Wind
nāvam – ein Schiff
iva – wie
ambhasi – auf dem Wasser

02-67 Kommentar Sukadev

Wenn ihr das so hört, klingt es zunächst ganz vernünftig. Wenn ihr aber am Montag wieder nach Hause geht, dann könnt ihr überprüfen, ob es wirklich so ist. Es ist heutzutage nicht so einfach diese Weltanschauung zu haben, da sie allen Weltanschauungen entgegenläuft, wie die Philosophie des Alltags auszusehen hat. Wer allerdings eine Weile nach dieser Philosophie lebt, lebt ein friedvolles, glückliches Leben. Es macht einen eben nicht glücklich, seine Wünsche zu befriedigen. Es macht uns nicht glücklich, einfach das zu tun, was uns in den Sinn kommt. Es macht uns auch nicht glücklich für unser Recht zu kämpfen. Es macht uns glücklich, wenn wir Dinge akzeptieren. Wenn wir erkennen, was unsere Aufgabe ist und uns für diese einzusetzen. Wir setzen uns für unsere Aufgabe ein, nicht in dem Gefühl, mein Einsatz ist nur dann etwas wert, wenn hinterher etwas dabei herauskommt. Wir tun, was getan werden muss und was hinterher dabei herauskommt, liegt nicht an uns. Ob uns Menschen dafür mögen oder nicht mögen ist eine andere Sache. Wir handeln mit Geschick und unter Beachtung von Ahimsa. Es gibt auch Menschen, die sagen: „Ich mache alles für das Wohl der Menschheit, ob die anderen wollen oder nicht.“ Dafür wird dann erst einmal ein Viertel der Bevölkerung getötet und dann schauen wir, wie es weitergeht. Es gibt immer ethische übergeordnete Prinzipien, die bei jeder Handlung zu beachten sind. Dazu zählt u.a. Ahimsa, was manchmal auch als „Prinzip des geringsten Mittels“ dargestellt wird.

02-68 Wort-für-Wort Übersetzung

tasmāt – deshalb
yasya – wessen
mahābāho – oh Starkarmiger (Arjuna)
nigṛhītāni – zurückgezogen werden
sarvaśaḥ – vollkommen
indriyāṇi – Sinne
indriya-arthebhyaḥ – von den Sinnesobjekten
tasya – dessen
prajñā – Weisheit
pratiṣṭhitā – (ist) fest begründet

02-69 Wort-für-Wort Übersetzung

yā – was
niśā – Nacht (ist)
sarva-bhūtānām – für alle Wesen (bhūta)
tasyām – in dieser
jāgarti – wacht
saṃyamī – der Selbstbeherrschte
yasyām – wo
jāgrati – wachen
bhūtāni – die Wesen
sā – dies
niśā – (ist) Nacht
paśyataḥ – für den sehenden
muneḥ – Weisen

02-69 Kommentar Sukadev

Diese beiden Verse können auf verschiedenste Art und Weise interpretiert werden. Vor der Erfindung des elektrischen Lichts galt der Tag als ewas besonders Schönes, die Nacht hingegen galt als weniger schön. Am Tag kann man besonders aktiv sein. Man kann sich bemühen, reich zu werden, Geld anzuhäufen, Ruhm zu bekommen. Das ist für den weltlichen Menschen Tag. Für den Yogi ist das Nacht. Da kommt das, was kommen soll und wofür wir uns nicht besonders bemühen sollen. Man macht das, was zu tun ist. Es ist auch nicht yogisch von der Gemeinschaft zu leben und Sozialhilfe zu kassieren oder Arbeitslosengeld, wenn man arbeiten könnte. Wenn keine andere Möglichkeit da ist, dann muss man auch seinen Stolz überwinden und von der Sozialhilfe leben. Aber wenn man arbeiten könnte, dann gehört es auch dazu, dass man sich bemüht Arbeit zu finden und seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Man sollte nicht auf Kosten von anderen leben. Wir bemühen uns darum und gehen gleichzeitig davon aus, dass wir all das bekommen, was für uns kommen soll. Es ist nicht einfach der Tag, um jetzt reich zu werden usw.

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02-70 Wort-für-Wort Übersetzung

āpūryamāṇam – in den gefüllt werdenden
acala-pratiṣṭham – unbewegt (acala) verharrenden
samudram – Ozean
āpaḥ – die Wasser (der Flüsse)
praviśanti – einströmen
yadvat – auf welche Weise
tadvat – auf dieselbe Weise
kāmāḥ – die Wünsche
yam – in wen
praviśanti – einströmen
sarve – alle
saḥ – der
śāntim – Frieden
āpnoti – erlangt
na – nicht (aber)
kāma-kāmī – einer, der Wünsche (kāma) begehrt