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02-21 Wort-für-Wort Übersetzung

veda – erkennt
avināśinam – als unzerstörbar
nityam – ewig
yaḥ – wer
enam – diesen (Verkörperten, das Selbst)
ajam – ungeboren
avyayam – unvergänglich
katham – wie
saḥ – dieser
puruṣaḥ – Mensch
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
kam – wen
ghātayati – lässt töten
hanti – tötet er
kam – wen

02-22 Wort-für-Wort Übersetzung

vāsāṃsi – Kleider
jīrṇāni – abgetragene
yathā – wie
vihāya – abgelegt habend
navāni – neue
gṛhṇāti – anlegt
naraḥ – ein Mensch
aparāṇi – andere
tathā – ebenso
śarīrāṇi – Körper
vihāya – verlassen habend
jīrṇāni – alte
anyāni – andere
saṃyāti – betritt
navāni – neue
dehī – der Verkörperte (das Selbst)

02-23 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
enam – diesen (Verkörperten, das Selbst)
chindanti – zerschneiden
śastrāṇi – Waffen
na – nicht
enam – diesen
dahati – verbrennt
pāvakaḥ – das Feuer
na – nicht
ca – und
enam – diesen
kledayanti – befeuchten
āpaḥ – die Wasser
na – noch
śoṣayati – trocknet aus
mārutaḥ – der Wind

02-24 Wort-für-Wort Übersetzung

acchedyaḥ ­- unzerschneidbar
ayam – dieser (Verkörperte, das Selbst)
adāhyaḥ – unverbrennbar
ayam – er (ist)
akledyaḥ – unbefeuchtbar
aśoṣyaḥ – nicht auszutrocknen
eva – gewiss
ca – und
nityaḥ – ewig
sarvagataḥ – alldurchdringend
sthāṇuḥ – feststehend
acalaḥ – unbeweglich
ayam – er (ist)
sanātanaḥ – unvergänglich

02-24 Kommentar Sukadev

Zuerst argumentiert Krishna vom Jnana Yoga Standpunkt, von der Vedanta  Philosophie aus. Doch nun beginnt er seinen Argumentationsstandpunkt zu verändern. Er bemerkt, dass Arjuna mit den Gedanken abdriftet, wie dessen Gesichtsausdruck langsam ausdruckslos wird. Es ist eine Erfahrung, die alle großen Yogameister machen, wenn sie einen längeren Vortrag über Vedanta halten. Die Zuhörer driften ihnen ab.

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02-24 Kommentar Swami Sivananda

Das Selbst ist sehr subtil. Es kann von Sprache und Geist nicht erfaßt werden. Es ist sehr schwierig, dieses subtile Selbst zu verstehen. So erklärt Shri Krishna die Natur dieses unsterblichen Selbst auf verschiedenste Weise, mit den unterschiedlichsten Ausschmückungen und Beispielen, damit die Menschen Es erfassen können. Das Schwert kann dieses Selbst nicht schneiden. Also ist Es ewig. Da Es ewig ist, ist Es alldurchdringend. Da Es alldurchdringend ist, ist es fest wie ein Monument. Da Es fest ist, ist Es unbeweglich. Es ist fortdauernd. Daher gibt es keine Ursache für sein Entstehen. Es ist nicht neu. Es ist uralt.

02-25 Wort-für-Wort Übersetzung

avyaktaḥ – unentfaltet
ayam – dieser (Verkörperte, das Selbst)
acintyaḥ – nicht vorstellbar
ayam – er
avikāryaḥ – unveränderlich
ayam – er
ucyate – wird genannt
tasmāt – darum
evam – so
viditvā – erkannt habend
enam – ihn
na – nicht
anuśocitum – trauern
arhasi – du musst

02-25 Kommentar Swami Sivananda

Das Selbst ist kein Gegenstand der Sinneswahrnehmung. Es kann nicht mit den physischen Augen gesehen werden. Also ist das Selbst unsichtbar. Das, was mit den Augen wahrgenommen werden kann, wird zu einem Objekt der Gedanken. Da das Selbst nicht mit den Augen wahrgenommen werden kann, ist es gedanklich nicht zu erfassen. Wenn Milch mit Buttermilch vermischt wird, verändert sie ihre Form. Das Selbst kann nicht wie
Milch seine Form verändern. Also ist Es unveränderlich und unwandelbar. Deshalb klage nicht, da du erkennst, daß das Selbst so ist. Denke auch nicht, du wärest der, der sie tötet, oder daß sie von dir getötet würden.

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02-26 Wort-für-Wort Übersetzung

atha – wenn aber
ca – auch
enam – ihn (den Verkörperten, das Selbst)
nitya-jātam – für ewig geboren
nityam – ewig
vā – oder
manyase – hältst
mṛtam – gestorben
tathā api – dennoch
tvam – du
mahā-bāho – oh Starkarmiger
na – nicht
enam – ihn (den Verkörperten, das Selbst)
śocitum – betrauern
arhasi – sollst

02-26 Kommentar Swami Sivananda

Shri Krishna zieht hier um der Verständlichkeit willen eine verbreitete Vorstellung heran. Angenommen, das Selbst würde immer und immer wieder geboren, immer dann, wenn ein Körper Existenz annimmt, und stürbe immer und immer wieder, wenn der Körper stirbt, Oh mächtig Bewaffneter (Oh Arjuna, groß an Bedeutung und Kraft), sorge dich dennoch nicht, denn unvermeidlich ist die Geburt für das, was tot ist, und der Tod ist unvermeidlich für das, was geboren wurde. Das ist das unerbittliche und unbeugsame Naturgesetz.

02-27 Wort-für-Wort Übersetzung

jātasya – dem Geborenen
hi – denn
dhruvaḥ – gewiss
mṛtyuḥ – der Tod
dhruvam – gewiss
janma – die Geburt
mṛtasya – dem Gestorbenen
ca – und
tasmāt – deshalb
aparihārye – bei einer nicht zu vermeidenden
arthe – Sache
na – nicht
tvam – du
śocitum – trauern
arhasi – sollst

02-27 Kommentar Sukadev

Hier liefert Krishna uns einen guten Grund, warum es nicht so gut ist, sich umzubringen. Mit einem Selbstmord ist das Weltall nicht wirklich vorbei, sondern man wird wiedergeboren. Unser physischer Tod bedeutet nicht automatisch eine Verwirklichung unseres Selbst. Es ist so ähnlich, wie wenn wir uns mal abends um 18.00 Uhr ins Bett legen oder abends um 22.00 oder um 24.00 Uhr. Ganz so erheblich ist es nicht. Es führt zwar am nächsten Tag zu mehr oder weniger Müdigkeit und vielleicht führt es dazu, dass wir nicht einschlafen und lange wach bleiben. Aber so ähnlich ist der Tod, nur mit dem Unterschied, dass im Moment der Geburt Gedächtnisschwund herrscht. Währenddessen, wenn wir morgens aufwachen, können wir uns typischerweise doch nach einer Weile erinnern, was gestern war.