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02-34 Wort-für-Wort Übersetzung

akīrtim – Schande
ca – und
api – auch
bhūtāni – die Wesen, Menschen
kathayiṣyanti – werden erzählen
te – deine
avyayām – unvergängliche
saṃbhāvitasya – für einen geehrten Mann
ca – und
akīrtiḥ – Schande
maraṇāt – als das Sterben
atiricyate – ist schlimmer

02-35 Wort-für-Wort Übersetzung

bhayāt – aus Furcht
raṇāt – vor dem Kampf
uparatam – für einen Zurückschreckenden
maṃsyante – werden halten
tvām – dich
mahā-rathāḥ – die großen Wagenkämpfer
yeṣām – bei denen
ca – und
tvam – du
bahu-mataḥ – hochgeehrt
bhūtvā – gewesen bist
yāsyasi – wirst du erreichen
lāghavam – Geringschätzung, Unbedeutendheit

02-36 Wort-für-Wort Übersetzung

avācya-vādān – schmähende Reden
ca – und
bahūn – viele
vadiṣyanti – werden sagen, führen
tava – deine
ahitāḥ – Feinde
nindantaḥ – indem sie verspotten
tava – deine
sāmarthyam – Fähigkeit
tataḥ – als das
duḥkhataram – leidvoller
nu – noch
kim – was (ist)

02-36 Kommentar Sukadev

Das hört sich paradox an. Zuerst erzählt Krishna Arjuna, er sollte gleichmütig in Sukha (Vergnügen) und Dukha (Schmerz), in Ruhm und Schande sein. Dann verdeutlicht Krishna Arjuna die Auswirkungen seines Handelns. Krishnas Ziel ist es, Arjunas Aufmerksamkeit zurückzugewinnen. Krishna lehrt Arjuna, dass er gleichmütig in Erfolg und Misserfolg sein soll. Es ist eine der essentiellen Lehren Krishnas, für die Krishna immer wieder neue Begründungen sucht. Arjuna soll gleichmütig in Erfolg oder Misserfolg sein, gleichmütig er ob Lohn erntet oder nicht. Und aus dem Purva Mimamsa System heraus begründet Krishna das mit den Worten aus den nächsten Versen.

02-37 Wort-für-Wort Übersetzung

hataḥ – als Getöteter
vā – entweder
prāpsyasi – erreichst du
svargam – den Himmel
jitvā – gesiegt habend
vā – oder
bhokṣyase – wirst du genießen
mahīm – die Erde
tasmāt – deshalb
uttiṣṭha – erhebe dich
kaunteya – oh Sohn Kuntīs (Arjuna)
yuddhāya – zum Kampfe
kṛta-niścayaḥ – entschlossen

02-38 Wort-für-Wort Übersetzung

sukha-duḥkhe – Freude und Leid
same – gleich
kṛtvā – gemacht, betrachtet habend
lābha-alābhau – Gewinn und Verlusst
jaya-ajayau – Sieg und Niederlage
tataḥ – dann
yuddhāya – für den Kampf
yujyasva – rüste dich
na – nicht
evam – so
pāpam – Sünde, Schuld
avāpsyasi – wirst du erwerben

02-38 Kommentar Sukadev

Auch wir in der heutigen Zeit kommen immer wieder in ethische Dilemmas. Manchmal wissen wir, was ethisch richtig ist, aber wissen nicht, ob wir damit Erfolg haben werden oder nicht. Wir wissen nur, wir sollten so oder so handeln. Wir wissen, wir sollten es einfach tun, weil wir merken, dass es richtig ist. Es ist egal, ob wir nachher das richtige Ergebnis erzielen oder nicht. Ich erinnere mich an eine Teilnehmerin einer 2-jährigen Yogalehrerausbildung. Sie hat irgendwann mal gefühlt, dass sie die Krankenkassen finanzierte Krankengymnastik, die sie angeboten hat, nicht mehr machen will. Stattdessen wollte sie einen Naturkostladen eröffnen, was sie dann auch gemacht hat. Sie hat in einer Großstadt einen Naturkostladen eröffnet, viel investiert, sowohl Geld und Ersparnisse, als auch Zeit und Herz. Wenn man etwas Neues aufmacht, dann reicht ein sieben bis acht Stunden Arbeitstag nicht aus – und war zwei bis drei Jahre glücklich. Der Naturkostladen lief gut, bis eines Tages einer dieser großen Naturkostsupermärkte nebenan aufgemacht hat. Diese sind natürlich etwas billiger und haben ein größeres Angebot. Der Vorteil ist, es werden mehr Menschen dazu gebracht, Naturkost zu verzehren. Der Nachteil ist, sie sind der Tod der kleinen Naturkostläden, wo Menschen mit viel Idealismus arbeiten. Und so musste auch die Teilnehmerin der 2-Jahresausbildung ihren Laden wieder schließen, wodurch sie einiges an Geld verloren hat.

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02-39 Wort-für-Wort Übersetzung

eṣā – diese
te – dir
abhihitā – wurde übermittelt
sāṅkhye – hinsichtlich der Theorie
buddhiḥ – Weisheit, Einsicht
yoge – hinsichtlich der Praxis
tu – aber
imām – diese
śṛṇu – höre
buddhyā – mit Weisheit, Einsicht
yuktaḥ – verbunden, versehen
yayā – dieser
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
karma-bandham – die Bindung an Handlungen (karma)
prahāsyasi – du wirst aufgeben

02-39 Kommentar Swami Sivananda

Bis jetzt hat Arjuna von Shri Krishna über Jñana (Wissen) gehört. (Sankhya Yoga ist der Pfad von Vedanta oder Jñana Yoga, er handelt von der Natur des Atman, dem Selbst, und den Methoden zur Selbstverwirklichung. Es handelt sich dabei nicht um die Sankhya Philosophie des Weisen Kapila.) Nun wird Er Arjuna in Technik und Geheimnis von Karma Yoga unterweisen, durch welchen er (und auch jeder andere) die Bande
des Karma durchbrechen kann. Der Karma Yogi wirkt, ohne aus seinen Handlungen Früchte zu erwarten, ohne den Gedanken daran, daß er handelt (oder die Empfindung: »Ich tue dies«), und ohne Verhaftung, nachdem er alle Gegensatzpaare wie Hitze und Kälte, Gewinn und Verlust, Sieg und Niederlage, usw. ausgerottet oder überwunden hat. Weder Dharma noch Adharma, weder Verdienst noch Schuld berühren diesen Karma Yogi, der ohne Verhaftung und Ichgedanken wirkt. Der Karma Yogi bringt all sein Tun und dessen Früchte dem Herrn dar (Ishvararpanam) und
erlangt so die Gnade des Herrn (Ishvaraprasada).

02-40 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
iha – hier
abhikrama-nāśaḥ – Zunichtewerden (nāśa) der Bemühung
asti – gibt es
pratyavāyaḥ – ein Hindernis
na – nicht
vidyate – findet sich
su-alpam – sehr wenig
api – sogar
asya – dieser
dharmasya – Praxis
trāyate – errettet
mahataḥ – von großer
bhayāt – Furcht