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13. Kapitel: Der Yoga der Unterscheidung zwischen dem Feld und dem Kenner des Feldes

UnterscheidungskraftIm 13. Kapitel der Bhagavad Gita passiert etwas Paradoxes. Krishna hat Arjuna gegenüber den Yoga der persönlichen Gottesverehrung über alles gelobt. Und was kommt als Nächstes? Ein Jnana Yoga Kapitel. Sei also gewarnt: Was als Nächstes kommt, ist Jnana Yoga, Yoga des Wissens und der Weisheit. Da wird es durchaus philosophisch. Vom Jnana Yoga Standpunkt aus gilt, dass die Verehrung Gottes dazu führt, dass Gott dir zur höchsten Verwirklichung verhilft. Das findest du in den indischen Schriften immer wieder. Für Shankara sind Karma, Bhakti, Raja und Kundalini Yoga Hilfen für Jnana Yoga. Der Yoga der Erkenntnis führt dann zur bedingungslosen Verwirklichung der Einheit.

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13-00 Wort-für-Wort Übersetzung

arjuna – Arjuna
uvāca – sprach
prakṛtim – die Natur
puruṣam – den Geist
ca eva – und
kṣetram – das Feld
kṣetra-jñam – den Kenner des Feldes
eva – wahrlich
ca – und
etat – dies
veditum – kennenzulernen, zu erfahren
icchāmi – wünsche ich
jñānam – das Wissen
jñeyam – das zu Wissende
ca – und
keśava – oh Keśava (Kṛṣṇa)

13-01 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
idam – dieser
śarīram – Körper
kaunteya – oh Sohn Kuntīs (Arjuna)
kṣetram – als das Feld
iti – so
abhidhīyate – wird bezeichnet
etat – dieses
yaḥ – wer
vetti – kennt, wahrnimmt
tam – den
prāhuḥ – nennen
kṣetra-jñaḥ – Kenner (jña) des Feldes (kṣetra)
iti – so
tat-vidaḥ – diejenigen, die darüber (tat) Bescheid wissen (vid)

13-02 Wort-für-Wort Übersetzung

kṣetra-jñam – als Kenner (jña) des Feldes (kṣetra)
ca – und
api – auch
mām – mich
viddhi – erkenne
sarva-kṣetreṣu – hinsichtlich aller (sarva) Felder (kṣetra)
bhārata – oh Nachkomme Bharatas (Arjuna)
kṣetra-kṣetrajñayoḥ – Feld und Feldkenner (betrifft)
jñānam – Wissen
yat – welches
tat – das
jñānam – als (wahres, eigentliches) Wissen
matam – gilt
mama – mir

13-02 Kommentar Sukadev

„Ich bin der Kenner aller Felder.“: Das ist eine großartige Behauptung, Offenbarung und Erkenntnis. Damit wohnt Krishna in jedem von uns. Denn jeder von uns ist der Kenner der kleinen Felder. Das kleine Feld ist dieser Körper und letztlich alles, was mit diesem Körper verbunden ist. Das große Feld ist das ganze Universum. Jeder hat seinen eigenen Acker, den er beackert: das Körper-, Geist– und Emotionen– Kontinuum. Aber Krishna ist das Bewusstsein hinter allen kleineren Körpern, Geist und Emotionen. Die eigentliche Erkenntnis ist, dass wir folgendes erkennen: Krishna ist das „Ich“ und daher: „Ich bin das unsterbliche Bewusstsein.“ und „Ich handle in einem bestimmten Feld.“ Die eigentliche Erkenntnis, um die es geht, ist, das Bewusstsein hinter allem zu erkennen, das Unsterbliche Selbst, die eigene Natur des Ich, und damit Gott selbst.

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13-02 Kommentar Swami Sivananda

Die Felder sind unterschiedlich, aber Kenner des Feldes ist ein einziger. Die individuellen Seelen (Jivatmas) sind unterschiedlich, aber die höchste Seele (Paramatma) ist eine einzige. Überall wo Geist ist, bestehen Lebensatem, Ichbewußtsein und individuelles Bewußtsein, nämlich die reflektierte Intelligenz, nebeneinander. Wer den Begriff von Dualität hat, wird immer wieder geboren werden. Diese Täuschung durch die Dualität kann nur durch das Erkennen des Einsseins von Selbst und Absolutem beseitigt werden. »Ich bin glücklich«, »Ich bin unglücklich«, »Ich bin der Ausführende dieser Handlung« und »Ich bin es, der diese Erfahrung macht« – das sind die Erfahrungen aller menschlichen Wesen. Daher ist die individuelle Seele an Samsara gebunden und Freude und Schmerz unterworfen, und die individuellen Seelen sind in verschiedenen Körpern. Aber die höchste Seele ist frei von Freude und Schmerz. Sie ist nicht an Samsara gebunden. Sie ist in Ewigkeit frei. Es gibt keine zweite.

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13-03 Wort-für-Wort Übersetzung

tat – das
kṣetram – Feld
yat – was
ca – und
yādṛk – wie es beschaffen ist
ca – und
yat-vikāri – welchen (yat) Veränderungen (vikāra) es unterliegt
yataḥ – woher (kommt)
ca – und
yat – welches
saḥ – er (ist)
ca – und
yaḥ – wer
yat-prabhāvaḥ – welche (yat) Macht (prabhāva) er hat
ca – und
tat – dies (alles)
samāsena – kurzgefasst
me – von mir
śṛṇu – höre

13-03 Kommentar Swami Sivananda

Oh Arjuna, Ich werde dir sagen, was das Feld ist, warum der Körper das Feld genannt wird, was seine Erscheinungsformen und Veränderungen sind; mit anderen Worten welchen Umformungen es unterliegt, welche Eigenschaften es hat, welche Auswirkungen aus welchen Ursachen auftreten, wem es gehört, und ob es bestellt wird oder wild wächst.
Das Feld bezieht sich auf das in Vers 1 genannte Feld.
Wer Er ist? Wer ist dieser Kenner des Feldes? Welche Kräfte hat Er (Prabhavas sind Kräfte wie Sehkraft, Hörkraft, usw.), die sich aus den begrenzenden Hüllen (wie Augen, Ohren, usw.) herleiten? Höre Meine Worte, die kurz die wahre Natur des Feldes und den Kenner des Feldes in all diesen speziellen Aspekten beschreiben.

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13-04 Wort-für-Wort Übersetzung

ṛṣibhiḥ – von den Sehern
bahudhā – auf mancherlei Art
gītam – wurde es besungen
chandobhiḥ – in heiligen (vedischen) Hymnen
vividhaiḥ – verschiedenen
pṛthak – jeweils
brahma-sūtra-padaiḥ – mit den Worten (pada) des Brahmasūtra
ca eva – und
hetumadbhiḥ – wohlbegründeten
viniścitaiḥ – entschiedenen

13-05 Wort-für-Wort Übersetzung

mahā-bhūtāni – die grobstofflichen Elemente
ahaṃkāraḥ – das Ichbewusstsein
buddhiḥ – der Verstand
avyaktam – die nichtmanifeste (Urnatur, mūlaprakṛti)
eva – wahrlich
ca – und
indriyāṇi – die Sinne
daśa – zehn
ekam – der eine (Geist, manas)
ca – und
paṃca – die fünf
ca – und
indriya-gocarāḥ – Sinnesobjekte (tanmātra)

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