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Die Yoga Vidya Tradition

Sukadev, der Autor der Kommentare zur Bhagavad Gita, die wir hier veröffentlichen, schreibt:
„Ich stehe in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnu-devananda. Swami Sivananda ist einer der größten Yogameister des 20. Jahrhunderts und eine der Yogagrößen, welche im 20. Jahrhundert die Renaissance des Yoga einleiteten. Geboren 1887 im Süden Indiens, praktizierte er viele Jahre als Arzt in Krankenhäusern in Malaysia. 1923 verließ er Malaysia und ließ sich in Rishikesh an den Vorbergen des Himalayas nieder, um intensiv Yoga zu praktizieren. Es wird angenommen, dass er das Ziel des Yoga, asamprajnata samadhi, die Selbstverwirklichung, Anfang der 30er Jahre erreichte. Angezogen von seiner Ausstrahlung kamen Scharen von Aspiranten, um seinen Rat zu suchen. Die von ihm gegründete Divine Life Society wurde eine der größten Yogabewegungen Indiens. Als Swami Sivananda 1963 seinen Körper verließ, hatte er über 200 Yoga Büchergeschrieben und zahllose Schüler in die ganze Welt geschickt. Sukadev mit Swami Vishnu-devanandaEiner seiner Schüler war Swami Vishnu-devananda (1927-1993), den wir liebevoll meist nur „Swami Vishnu“ oder „Swamiji“ nannten. Swami Vishnu lebte zehn Jahre im Sivananda Ashram in Rishikesh und wurde 1957 von Swami Sivananda auf Vortragsreise in den Westen geschickt. Als er sah, wie viel Interesse die westlichen Menschen am Yoga hatten, blieb er gleich in Nordamerika, machte sich selbständig und gründete die von ihm so genannten „Sivananda Yoga Vedanta Zentren“ und Ashrams auf der ganzen Welt. Zwölf Jahre lernte, lebte und diente ich in seinen Zentren und habe ihm unendlich viel zu verdanken. Ende 1991, während Swami Vishnu die Leitung seiner Zentren an seine Nachfolger weitergab, verließ ich die von ihm gegründeten Zentren und legte nach einer Indienreise Mitte 1992 die Grundlage für den Yoga Vidya e.V. in Deutschland. Mehrere Yoga Vidya Zentren und das „Haus Yoga Vidya“, ein Seminarhaus und Yoga Ashram im Westerwald, so wie das Haus Yoga Vidya Bad Meinberg sind seitdem entstanden. Die meisten Beispiele und Anekdoten in diesem Buch stammen aus meinen persönlichen Erfahrungen und den Erfahrungen von Kursteilnehmern bei meinen Kursen in diesen Zentren.“
(Auszug aus Sukadevs Buch: Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute, Band 1)

Die Entstehung dieser Bhagavad Gita Kommentare

Dieses Buch ist aus einer Vortragsreihe im Rahmen einer Intensiv-Weiterbildung für Yogalehrer entstanden. Eine der Teilnehmerinnen nahm meine Vorträge auf und brachte sie zu Papier. Diese wurden dann weiter bearbeitet und an die Bedürfnisse eines breiteren Publikums angepasst. Dieses Buch ist daher nicht als Einführung ins Yoga gedacht, obgleich ich der Überzeugung bin, dass auch Yoganeulinge viel Nutzen daraus ziehen können. Die einzelnen, der Kommentierung zugrunde liegenden, Verse habe ich für dieses Buch aus der „Bhagavad Gita aus dem Mangalam Verlag entnommen. Dieses Buch bietet meiner Meinung nach eine hervorragende Übersetzung der Sanskritverse.
Shrimad Bhagavad Gita und Kommentare von SukadevIch bin nur an einigen wenigen Stellen in der Übersetzung abgewichen. Ich selbst habe in diesem Buch auf die Übernahme der Sanskritverse verzichtet, weil ich keine neue Bhagavad Gita schreiben wollte. Es geht mir vielmehr darum, diese wunderbaren Weisheitslehren vielen interessierten, spirituellen Menschen zugänglich zu machen.
Vielen Dank an Sumitra Shang, den Inhaber des Mangalam Verlags, für die Erlaubnis, die Verse abdrucken (und im Internet veröffentlichen) zu dürfen. Am besten ist es, neben diesem Buch die „Srimad Bhagavad Gita“ mit Text und Erläuterung von Swami Sivananda aus dem Mangalam Verlag zu lesen.

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Indische Philosophiesysteme (Darshanas)

Zum besseren Verständnis der Bhagavad Gita kann es hilfreich sein, den Leser kurz in die sechs klassischen indischen Darshanas (Philosophiesysteme) einzuführen. Ich möchte den Leser jedoch warnen: Dieses Kapitel ist das schwierigste dieses Buches… Weniger philosophisch orientierte Leser sowie solche, die mit indischer Philosophie bisher wenig zu tun hatten, können auch gleich zum nächsten Kapitel springen…

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1. Kapitel: Der Yoga der Mutlosigkeit

Die Bhagavad Gita beginnt mit dem ethischen Dilemma von Arjuna. Er weiß nicht, was seine Aufgabe ist. Auf der einen Seite will er sich dafür einsetzen, ein tyrannisches Regime zu überwinden, welches das ganze Land in Elend gestürzt hat. Er will helfen wieder eine gerechte Ordnung zu schaffen, wo die Menschen ohne Angst und Sorge leben können. Darauf hat er sich vorbereitet. Nun geht es los und er soll auf dem Schlachtfeld für diese Ideale kämpfen. In diesem Moment wird er sich bewusst, auch auf der Gegenseite sind nicht nur Bösewichte; im Gegenteil, es sind alles Menschen wie er, teilweise sogar seine eigenen Verwandten und Lehrer.

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01-20 Devanagari Bhagavad Gita 1. Kapitel 20. Vers

व्यनु

अथ व्यवस्थितान्दृष्ट्वा धार्तराष्ट्रान् कपिध्वजः |

प्रवृत्ते शस्त्रसम्पाते धनुरुद्यम्य पाण्डवः |

हृषीकेशं तदा वाक्यमिदमाह महीपते ||१- २०||

01-26 Devanagari Bhagavad Gita 1. Kapitel 26. Vers

तत्रापश्यत्स्थितान्पार्थः पितॄनथ पितामहान् |

आचार्यान्मातुलान्भ्रातॄन्पुत्रान्पौत्रान्सखींस्तथा |

श्वशुरान्सुहृदश्चैव सेनयोरुभयोरपि ||१- २६||