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13-05 Kommentar Swami Sivananda

Das Feld und seine Erscheinungsformen werden in diesem Vers beschrieben. Die vierundzwanzig Prinzipien der Sankhya Philosophieschule werden hier genannt. Die großen Elemente: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther werden so genannt, weil sie alle Erscheinungsformen der Materie durchdringen. Hier sind die subtilen, nicht die grobstofflichen Elemente gemeint.

Das Ichbewußtsein ist die Ursache der großen Elemente. Es ist das sich selbst erfassende Prinzip. Der Verstand ist die Ursache des Ichbewußtseins. Die Funktion des Verstandes ist es, Entscheidungen zu treffen. Buddhi ist die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Die Ursache des Verstandes ist das Nichtmanifeste (die undifferenzierte Energie des Herrn). (Vgl.VII.14: Daivi hyesha gunamayi mama maya duratyaya – Diese Meine göttliche Illusion, die durch die Eigenschaften verursacht wird, ist schwer zu überwinden.) Die oben beschriebene Natur ist achtfach. (Vgl.VII.4)

Die zehn Sinne sind die fünf Wahrnehmungsorgane (Ohren, Haut, Augen, Zunge und Nase), die so heißen, weil der Geist durch sie die Außenwelt wahrnehmen kann, und die fünf Handlungsorgane (Hände, Füße, Mund, Anus und Geschlechtsorgan), die so heißen, weil sie Handlungen ausführen.
Der eine Das ist der Geist. Das ist der elfte Sinn, dessen Aufgabe Denken und Zweifeln ist (Sankalpa und Vikalpa).

Die fünf Sinnesobjekte sind Klang, Berührung, Form (Farbe), Geschmack und Geruch. Das ist das fünffache Weideland der Sinne.

Alle großen Elemente, das Ichbewußtsein, der Verstand, die Sinne und der Geist gehen zum Zeitpunkt der kosmischen Auflösung im Nichtmanifesten auf.

Der Geist ist Maya. Der Geist ist Avidya (Unwissenheit). Der Geist ist an der Wurzel allen Tuns. Er gibt den Wünschen Kraft, nährt die Furcht und baut Luftschlösser. Er verleiht dem Ichbewußtsein Kraft und regt die Neigungen an. Jede Neigung hat ihre Ursache im Geist. Er steigert Leidenschaften, stärkt die Hoffnung und erweckt das Bewusstsein der Dualität. Er steigert Unwissenheit und taucht die Sinne in den Ozean der Sinnesobjekte. Er schafft Trennung und Unterscheidung. Er trennt, teilt und begrenzt. Er ist eine starke Wand, eine eiserne Grenze, die zwischen der individuellen Seele und dem Absoluten steht. Der Geist hat Brahman in den Zustand der individuellen Seele gebracht. Er ist das Lagerhaus von Irrtum, Sehnsucht, Zweifel, Täuschung und Unwissenheit. Er ist ein Rad, das sich ständig dreht und Gedanken hervorbringt. Er ist eine wundersame, Gedanken erzeugende Maschine. In einem Augenblick schafft er. Im nächsten Augenblick zerstört er.

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