Suche
  • TIPP: Nutze die Suche, um bestimmte Verse zu finden.
  • z. B.: die Eingabe 01-21 bringt dir 1. Kapitel, 21 Vers.
Suche Menü

13-22 Wort-für-Wort Übersetzung

upadraṣṭā – der Beobachter
anumantā – Gewährer
ca – und
bhartā – Erhalter
bhoktā – der Erfahrende
mahā-īśvaraḥ – der große Herr
parama-ātmā – das höchste Selbst
iti – so
ca – und
api – auch
uktaḥ – wird genannt
dehe – Körper
asmin – in diesem
puruṣaḥ – Geist (Seele)
paraḥ – der (die) höchste

13-23 Wort-für-Wort Übersetzung

yaḥ – wer
evam – auf diese Weise
vetti – kennt
puruṣam – den Geist
prakṛtim – die Natur
ca – und
guṇaiḥ – den Eigenschaften
saha – mit
sarvathā – auf welche Weise immer
vartamānaḥ – er sich befindet (d.h. lebt)
api – auch
na – nicht
saḥ – der
bhūyaḥ – wieder
abhijāyate – wird geboren

13-24 Wort-für-Wort Übersetzung

dhyānena – durch Meditation
ātmani – im Selbst
paśyanti – sehen
kecit – manche
ātmānam – das Selbst
ātmanā – durch das Selbst
anye – andere
sāṅkhyena – der Erkenntnis (vermittels der Kategorien des Sāṅkhya-Systems)
yogena – durch den Yoga
karma-yogena – durch den Yoga der Handlung
ca – und
apare – andere

13-24 Kommentar Sukadev

Hier sagt Krishna: „Es gibt verschiedene Wege zur Verwirklichung.“ Der Wege sind viele, aber Wahrheit ist eins, pflegte mein Meister Swami Vishnu-devananda zu sagen. Ein Weg zur Verwirklichung ist die Meditation über das Selbst. Du meditierst solange, bis du zum Selbst kommst. Das ist der Weg des Raja Yoga, der natürlich auch noch eine Reihe weiterer Techniken der Geisteskontrolle umfasst. Ein zweiter Weg ist der Yoga der Erkenntnis (Jnana Yoga), so wie Krishna das im 13. Kapitel beschreibt. Auch auf dem Weg der Erkenntnis gehört Meditation dazu. Auch hier können Aspiranten ein wenig Asanas und Pranayama üben. Aber das sind nur Hilfen für den Yoga der Erkenntnis. Auf diesem Weg lernt man auch, sich im Alltag von allem Wahrnehmbaren zu lösen und sich immer wieder das Selbst zu vergegenwärtigen. Ein dritter Weg ist der Yoga der Handlung, Karma Yoga. Indem man für andere etwas Gutes tut, ohne daran zu haften, öffnet man sein Herz und fühlt sich als das Selbst aller Wesen. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, beinhaltet den Dienst an allen Wesen. Und damit hört dieses Ego auf. Damit gelangt man zur Erfahrung von Verbundenheit und Einheit.

13-25 Wort-für-Wort Übersetzung

anye – andere
tu – aber
evam – auf diese Weise
ajānantaḥ – die nicht wissen
śrutvā – die (darüber) gehört haben
anyebhyaḥ – von anderen
upāsate – verehren (das Selbst)
te – die
api – auch
ca – und
atitaranti – gehen hinaus
eva – wahrlich
mṛtyum – (über) den Tod
śruti-para-ayaṇāḥ – da das Gehörte (śruti) ihre höchste Zuflucht (para-ayaṇa) ist

13-25 Kommentar Sukadev

Hier kommt Krishna wieder zum Bhakti Yoga zurück. Für manche ist Jnana Yoga zu hoch, zu komplex und zu abstrakt. Dann kann man einfach sagen: „Ja, es wird schon irgendetwas Höchstes geben. So sagt es Krishna in der Bhagavad Gita. So steht es in den Upanishaden, in der Bibel, im Koran. So steht es im Pali Kanon. Etwas Genaues weiß ich nicht, aber ich nehme dazu Zuflucht. Ich verehre es. Und dann wird Gott mich auch retten.“

 ...>>> weiter zum vollen Artikel...

13-26 Wort-für-Wort Übersetzung

yāvat – wie oft auch immer
saṃjāyate – geboren wird
kiṃcit – irgend ein
sattvam – Wesen
sthāvara-jaṅgamam – ob bewegt (sthāvara) oder unbewegt (jaṅgama)
kṣetra-kṣetrajña-saṃyogāt – aufgrund der Verbindung (saṃyoga) von Feld (kṣetra) und dem Kenner des Feldes (kṣetrajña)
      geboren wird
tat – dieses (Wesen)
viddhi – wisse, dass
bharata-ṛṣabha – oh Stier (ṛṣabha) der Bharatas

13-26 Kommentar Sukadev

Ein Wesen, ein Lebewesen hat immer ein Bewusstsein. Wo immer es ein Lebewesen gibt, da gibt es auch immer eine Verbindung (Samyoga) aus Kshetra (Feld) und Kshetrajna (Kenner des Feldes). Yoga heißt unter anderen „Vereinigung“. Samyoga heißt „Verbindung“. Wenn sich Purusha (Bewusstsein) mit einem Teil von Prakriti, den er dann als Körper bezeichnet, verbindet, entsteht ein Einzelwesen. Dann folgt die Identifikation der Seele mit Körper und Geist – damit beginnt RagaDwesha, Karma und die Notwendigkeit der Befreiung

13-27 Wort-für-Wort Übersetzung

samam – gleichermaßen
sarveṣu – in allen
bhūteṣu – Wesen
tiṣṭhantam – der existiert
parama-īśvaram – den höchsten Herrn (als einen)
vinaśyatsu – wenn (diese) zugrunde gehen
avinaśyantam – der nicht zugrunde geht
yaḥ – wer
paśyati – sieht
saḥ – der
paśyati – sieht (in rechter Weise)