Suche
  • TIPP: Nutze die Suche, um bestimmte Verse zu finden.
  • z. B.: die Eingabe 01-21 bringt dir 1. Kapitel, 21 Vers.
Suche Menü

05-20 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
prahṛṣyet – jubelt
priyam – Angenehmes
prāpya – wenn er erlangt hat
na – nicht
udvijet – ist nicht bekümmert
prāpya – wenn er erlangt hat
ca – und
apriyam – Unangenehmes
sthira-buddhiḥ – festen Sinnes
asaṃmūḍhaḥ – nicht verwirrt
brahma-vit – wer das Brahman kennt
brahmaṇi – im Brahman
sthitaḥ – ruht

05-20 Kommentar Swami Sivananda

In diesem Zustand befindet sich ein Jivanmukta, ein befreiter Weiser, ein Brahmane, der sich mit dem Selbst, Atman identifiziert. Sein Geist ist immer ausgeglichen. Er wird nie getäuscht. Er hat alle Handlungen aufgegeben, da er in Brahman ruht. Ein Mensch mit unausgewogenem Geist, der sich mit Körper und Geist identifiziert, fühlt Freude und Schmerz, sowie Entzücken, wenn ihm Angenehmes widerfährt, und Kummer, wenn ihm Unangenehmes zustößt. (Vgl.VI.21,27, 28; XIII.12; XXIV.20)

05-21 Wort-für-Wort Übersetzung

bāhya-sparśeṣu – an äußere (bāhya) Kontakte (sparśa) (der Sinne mit den Sinnesobjekten)
asakta-ātmā – wer ohne Anhaftung (asakta) ist
vindati – der findet
ātmani – im Selbst
yat – welches
sukham – Glück
saḥ – der
brahma-yoga-yukta-ātmā – (in dem er) die Versenkung (yoga) in das Brahman praktiziert (yukta)
sukham – (dieses) Glück
akṣayam – unvergängliche
aśnute – erreicht

05-22 Wort-für-Wort Übersetzung

ye – welche
hi – denn
saṃsparśa-jāḥ – aus Kontakten (saṃsparśa) (der Sinne mit den Sinnesobjekten) entstanden sind
bhogāḥ – Freuden, Genüsse
duḥkha-yonayaḥ – Ursprünge (yoni) des Leids (duḥkha)
eva – nur
te – diese (sind)
ādi-antavantaḥ – da sie Anfang (ādi) und Ende (anta) haben
kaunteya – oh Sohn Kuntīs (Arjuna)
na – nicht
teṣu – an ihnen
ramate – erfreut sich
budhaḥ – der Weise

05-23 Wort-für-Wort Übersetzung

śaknoti – vermag
iha – hier, in dieser Welt
eva – schon
yaḥ – wer
soḍhum – zu widerstehen
prāk – vor
śarīra-vimokṣaṇāt – der Befreiung (vimokṣaṇa) aus dem Körper (śarīra)
kāma-krodha-udbhavam – dessen Ursprung (udbhava) Begehren (kāma) und Zorn (krodha) ist
vegam – dem Drängen
saḥ – der
yuktaḥ – (ist) ein gesammelter (Yogi)
saḥ – der
sukhī – (ist) ein glücklicher
naraḥ – Mensch

05-24 Wort-für-Wort Übersetzung

yaḥ – wer
antaḥ-sukhaḥ – im Innern (antaḥ) Glück (sukha) hat
antaḥ-ārāmaḥ – im Innern Freude (ārāma) hat
tathā – sowie
antaḥ-jyotiḥ – im Innern ein Licht (jyotis) hat
eva – wahrlich
yaḥ – wer
saḥ – dieser
yogī – Yogi
brahma-nirvāṇam – zum Erlöschen (nirvāṇa) im Brahman
brahma-bhūtaḥ – (da er selbst) Brahman geworden (bhūta) ist
adhigacchati – gelangt

05-25 Wort-für-Wort Übersetzung

labhante – erlangen
brahma-nirvāṇam – das Erlöschen (nirvāṇa) im Brahman
ṛṣayaḥ – die Weisen, Seher
kṣīṇa-kalmaṣāḥ – deren Sünden (kalmaṣa) zerstört (kṣīṇa) sind
chinna-dvaidhāḥ – deren eigene Spaltung (dvaidha) vernichtet (chinna „gespalten“) ist
yata-ātmānaḥ – die selbstbeherrscht sind
sarva-bhūta-hite – die am Wohlergehen (hita) aller (sarva) Wesen (bhūta)
ratāḥ – Gefallen finden

05-25 Kommentar Swami Sivananda

Sünden werden zunichte gemacht durch das Ausführen von Agnihotra (ein täglich auszuführendes Ritual) und andere Yajñas (siehe Anmerkungen zu Vers III.13), ohne daß Früchte daraus erwartet werden und durch andere Formen selbstlosen Dienens. Die Pflichten verschwinden durch die ständige Meditation über das nichtduale Brahman. Niemals verletzt man andere in Gedanke, Wort und Tat und widmet sich dem Wohlergehen aller Wesen, da man empfindet, daß alle Wesen nur das eigene Selbst sind. (Vgl.XII.44)