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05-13 Wort-für-Wort Übersetzung

sarva-karmāṇi – allen Handlungen
manasā – mit dem Geist
saṃnyasya – entsagend
āste – weilt
sukham – glücklich
vaśī – selbstbeherrscht, als Gebieter
nava-dvāre – in der neuntorigen
pure – Stadt
dehī – der Verkörperte (das Selbst)
na eva – weder
kurvan – handelnd
na – noch
kārayan – Handlungen bewirkend

05-14 Wort-für-Wort Übersetzung

na – weder
kartṛtvam – Urheberschaft („Täter-sein“)
na – noch
karmāṇi – Handlungen
lokasya – für die Welt
sṛjati – erschafft
prabhuḥ – der Herr
na – noch
karma-phala-saṃyogam – die Verbindung (saṃyoga) mit den Früchten (phala) der Handlungen (karma)
sva-bhāvaḥ – die Natur (das „eigene Wesen“)
tu – sondern
pravartate – es handelt

05-15 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
ādatte – übernimmt
kasyacit – irgend jemandes
pāpam – Schuld
na – nicht
ca eva – und
sukṛtam – Verdienst, gute Taten
vibhuḥ – der Herr
ajñānena – durch Unwissenheit
āvṛtam – wird verhüllt
jñānam – Wissen, Weisheit
tena – dadurch
muhyanti – werden getäuscht
jantavaḥ – die Wesen

05-16 Wort-für-Wort Übersetzung

jñānena – durch Erkenntnis
tu – aber
tat – diese
ajñānam – Unwissenheit
yeṣām – derjenigen
nāśitam – vernichtet worden ist
ātmanaḥ – des Selbst
teṣām – für diese (Menschen)
ādityavat – wie die Sonne (āditya)
jñānam – das Wissen
prakāśayati – enthüllt („beleuchtet“)
tat – das
param – Höchste (das Brahman)

05-17 Wort-für-Wort Übersetzung

tat-buddhayaḥ – ihr Verstand (buddhi) ist auf Jenes (tat) gerichtet
tat-ātmānaḥ – ihr Selbst (ātman) ist Jenes
tat-niṣṭhāḥ – ihre Grundlage (niṣṭhā) ist in Jenem
tat-para-ayaṇāḥ – Jenes ist ihr höchste Ziel (para-ayaṇa)
gacchanti – sie gehen
apunar-āvṛttim – zur Nichtwiederkehr (Erlösung)
jñāna-nirdhūta-kalmaṣāḥ – da ihre Sünden (kalmaṣa) durch Erkenntnis (jñāna) abgeschüttelt (nirdhūta) wurden

05-17 Kommentar Swami Sivananda

Sie heften ihren Verstand auf Brahman, das höchste Selbst. Sie fühlen und verwirklichen, daß sie selbst Brahman sind. Durch ständiges und fortgesetztes Meditieren verankern sie sich fest in Brahman. Die ganze Welt der Namen und Formen verschwindet für sie. Sie leben allein in Brahman. Für sie ist allein Brahman das höchstes Ziel, die einzige Zuflucht. Sie erfreuen sich allein im Selbst. Sie finden allein im Selbst Zufriedenheit. Sie sind allein im Selbst erfüllt. Solche Menschen kehren niemals zu diesem Samsara zurück, da ihre Sünden durch Erkenntnis (BrahmaJñana) aufgelöst worden sind. (Vgl.IX.34)

05-18 Wort-für-Wort Übersetzung

vidyā-vinaya-saṃpanne – der über Wissen (vidyā) und gesittetes Benehmen (vinaya) verfügt (saṃpanna)
brāhmaṇe – in einem Brahmanen
gavi – in einer Kuh
hastini – in einem Elefanten
śuni – in einem Hund
ca eva – und
śva-pāke – in einem Kastenlosen („Hundekocher“)
ca – und
paṇḍitāḥ – die Weisen
sama-darśinaḥ – sehen (darśin) dasselbe (sama)

05-18 Kommentar Swami Sivananda

Der befreite Weise, der Jivanmukta, der Brahmane, sieht alles gleich, da er in allem nur das Selbst wahrnimmt. Diese wunderbare Sicht eines Jnani liegt jenseits jeder Beschreibung. Atman oder Brahman ist von den Upadhis, den begrenzenden Hüllen, nicht berührt, das Es äußerst subtil, rein, formlos und ohne Eigenschaften ist. Die Sonne reflektiert sich im Ganges, im Meer, oder in einem schmutzigen Fluß. Die Sonne ist davon in keiner Weise berührt. Es macht für die Sonne keinen Unterschied. Ebenso verhält es sich mit dem höchsten Selbst. Die Upadhis (die begrenzenden Hüllen) können Es nicht berühren. So wie der Äther von den begrenzenden Hüllen, wie Topf, Wände eines Raumes, eine Wolke, usw. nicht berührt wird, so wird auch das Selbst von den Upadhis nicht berührt.

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05-19 Wort-für-Wort Übersetzung

iha – hier, in dieser Welt
eva – schon
taiḥ – durch diejenigen
jitaḥ – wird überwunden
sargaḥ – die Geburt („Schöpfung“, der Kreislauf der Wiedergeburt)
yeṣām – deren
sāmye – in Gleichmut
sthitam – sich befindet
manaḥ – deren Geist
nirdoṣam – makellos
hi – denn
samam – gleich (gegenüber allem)
brahma – das Brahman (ist)
tasmāt – deshalb
brahmaṇi – im Brahman
te – diese
sthitāḥ – sind verankert („stehen fest“)

05-19 Kommentar Sukadev

Krishna lehrt, dass die Erlösung nicht auf die Zeit nach dem Tod zu verschieben ist. Viele Menschen hoffen, nach dem Tod in den Himmel zu kommen, die Erlösung zu finden. In Indien und im Yoga herrscht die Vorstellung vor, sie in diesem Leben erfahren zu wollen und erfahren zu können. Yogis hoffen nicht, nach dem Tod belohnt zu werden für all die Mühsal, für die Entbehrung, die sie auf sich nehmen. Ein gut gelebtes spirituelles Leben hat auch in diesem Leben seinen Lohn. Nachdem wir alles gut erledigt haben, bringen wir es Gott dar und gehen nachher mit unserem Geist in Brahman auf, wissend, dass eigentlich nichts passiert ist.