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03-37 Kommentar Sukadev

Er sagt hier etwas Ähnliches, wie er schon mal im zweiten Kapitel gesagt hat. Aus Wunsch und Ärger, welche rajassig und alles verzehrend sind, entstehen Sünden. Wir kommen in Probleme. Vorher hat Krishna uns noch gelehrt, wie überhaupt Zorn entsteht. Erst kommt ein Gedanke, dann eine Verhaftung, dann kommt ein Wunsch und aus dem Wunsch folgt Ärger, wenn der Wunsch nicht erfüllt wird. Wunsch und Zorn hängen zusammen.

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03-38 Wort-für-Wort Übersetzung

dhūmena – vom Rauch
āvriyate – verhüllt wird
vahniḥ – das Feuer
yathā – so wie
ādarśaḥ – ein Spiegel
malena – vom Staub
ca – und
yathā – wie
ulbena – von der Fruchtblase
āvṛtaḥ – verhüllt wird
garbhaḥ – der Embryo
tathā – ebenso
tena – von jenem (Zorn), jener (Begierde)
idam – (wird) dieses (Wissen, die Erkenntnis)
āvṛtam – verhüllt

03-39 Wort-für-Wort Übersetzung

āvṛtam – ist verhüllt
jñānam – die Weisheit, das Wissen
etena – durch diesen
jñāninaḥ – des Weisen
nitya-vairiṇā – ewigen Feind (vairin)
kāma-rūpeṇa – in Form der Begierde (kāma)
kaunteya – oh Sohn Kuntīs (Arjuna)
duṣpūreṇa – unersättlich (ist)
analena – Feuer
ca – und (der) wie

03-39 Kommentar Sukadev

Weisheit ist verhüllt durch Wünsche und die Wünsche können wir nie ganz befriedigen. Wenn wir ein Feuer haben und Ghee hineinwerfen oder Holz, dann brennt es lichterloh. Man gießt immer mehr Öl ins Feuer. Oft ist es so, wenn man Wünsche hat und diese befriedigt, als ob man Öl ins Feuer gießt. Unsere Prakriti Swabhava können wir nicht beherrschen. Wir können nur versuchen sie zu leben. Es gibt andere kleine Wünsche bei denen es gut ist, mal nachzugeben. Dann hat man ein bisschen Ruhe davon. Aber es gibt auch die rajassigen Wünsche, über die Krishna spricht, von denen wir nicht denken sollen, wenn wir sie erfüllen, sind wir glücklich.

03-39 Kommentar Swami Sivananda

Manu sagt: »Der Wunsch kann durch den Genuß von Gegenständen niemals zufriedengestellt oder gekühlt werden. Sondern so wie Feuer noch höher lodert, wenn es mit Ghee (geschmolzener Butter) und Holz gespeist wird, wächst er weiter, je mehr er sich an den Objekten der Vergnügen speist. Sollten alle Nahrungsmittel der Erde, alle Edelmetalle, alle Tiere und alle schönen Frauen Eigentum eines einzigen Menschen werden, der diesen Wunsch hegte, würde das alles ihm doch keine Zufriedenheit bringen können.«

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03-40 Wort-für-Wort Übersetzung

indriyāṇi – die Sinne
manaḥ – der Geist
buddhiḥ – der Verstand (sind)
asya – sein (des „Feindes“, der Begierde)
adhiṣṭhānam – Sitz
ucyate – man sagt
etaiḥ – durch diese
vimohayati – verblendet, täuscht
eṣaḥ – er (der „Feind“)
jñānam – die Weisheit
āvṛtya – verhüllend
dehinam – den Verkörperten (das Selbst)

03-41 Wort-für-Wort Übersetzung

tasmāt – deshalb
tvam – du
indriyāṇi – die Sinne
ādau – zuerst
niyamya – beherrschend
bharata-ṛṣabha – oh Stier unter den Bharatas (Arjuna)
pāpmānam – Unheil
prajahi – vernichte
hi – gewiss
enam – dieses
jñāna-vijñāna-nāśanam – welches intuitive Erkenntnis (jñāna) und unterscheidendes Wissen (vijñāna) zerstört

03-41 Kommentar Sukadev

Für uns klingt das wie eine etwas brutale Ausdrucksweise. Wir müssen uns aber daran erinnern, was Arjuna vom Beruf her ist, nämlich Krieger. Deshalb versteht er die Ausdrucksweise des Tötens. Wir leben heute mehr in der Terminologie der westlichen Psychologie, die nicht vom Töten sprechen würde, sondern eher von Beherrschen, Transformieren oder Sublimieren. Man könnte also heute eher übersetzen: „Und überwinde so das Negative, das Erkenntnis und Verwirklichung verdeckt“.

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03-42 Wort-für-Wort Übersetzung

indriyāṇi – die Sinne
parāṇi – (sind dem Körper) überlegen
āhuḥ – man sagt
indriyebhyaḥ – den Sinnen
param – überlegen
manaḥ – der Geist (ist)
manasaḥ – dem Geist
tu – aber
parā – überlegen
buddhiḥ – der Verstand (ist)
yaḥ – wer
buddheḥ – dem Verstand (steht)
parataḥ – hoch über
tu – aber
saḥ – (ist) dieses (Selbst)