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03-20 Wort-für-Wort Übersetzung

karmaṇā – durch Handeln
eva – nur
hi – denn
saṃsiddhim – Vollkommenheit
āsthitāḥ – haben erlangt
janaka-ādayaḥ – (König) Janaka usw.
loka-saṃgraham – das Gewinnen (saṃgraha) der Menschen (loka)
eva – gewiss
api – auch
saṃpaśyan – sehend, im Blick habend
kartum – handeln
arhasi – sollst du

03-22 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
me – für mich
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
asti – gibt es
kartavyam – was zu tun ist
triṣu – in den drei
lokeṣu – Welten
kiṃcana – irgend etwas
na – nicht
anavāptam – etwas Unerreichtes
avāptavyam – ist zu erreichen
varte – führe ich aus
eva – gleichwohl
ca – und
karmaṇi – Handlung

03-23 Wort-für-Wort Übersetzung

yadi – wenn
hi – denn
aham – ich
na – nicht
varteyam – ausführen würde
jātu – jemals
karmaṇi – Handlung
atandritaḥ – unermüdlich
mama – meinem
vartma – Weg
anuvartante – folgen
manuṣyāḥ – die Menschen
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
sarvaśaḥ – in jeder Hinsicht

03-24 Wort-für-Wort Übersetzung

utsīdeyuḥ – würden untergehen
ime – diese
lokāḥ – Welten
na – nicht
kuryām – ausführte
karma – Handlung
cet – wenn
aham – ich
saṅkarasya – von Vermischung (der Kasten)
ca – und
kartā – der Urheber
syām – ich wäre
upahanyām – ich würde zerstören
imāḥ – diese
prajāḥ – Geschöpfe

03-24 Kommentar Sukadev

Krishna spricht also davon, dass die Weisen ein Beispiel geben müssen mit ihrem Leben. Sie erfüllen die Pflichten, wie es ihren Lebensumständen entspricht, auch ohne dass sie selbst irgendetwas sich davon erwarten. Ein „Noch-nicht-Selbstverwirklichter“ handelt, um etwas zu erreichen, um sich fortzuentwickeln, zu reinigen etc. Ein Weiser findet in sich Glück und Zufriedenheit. Da er das Höchste erreichte hat, kann er selbst ja nichts Höheres mehr erreichen. Sein Handeln ist also nicht davon geprägt, dass er Wünsche erfüllen will, Lernaufgaben absolvieren will, sich spirituell fortentwickeln will. Ein Weiser könnte also im Grunde tun, was er will oder auch nichts tun. Aber auch wenn Selbstverwirklichte nichts mehr für sich erreichen wollen durch ihr Tun, haben sie dennoch eine Aufgabe: Ein Beispiel zu sein für andere. Da andere die großen Meister als Richtschnur für ihr Handeln nehmen, muss die Handlungsweise eines Meisters richtungweisend für andere sein. Immanuel Kant hat als kategorischen Imperativ postuliert: „Handle stets so, dass die Maxime deines Handelns als Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung dienen könnte.“ Die Maxime für einen Selbstverwirklichten und eine Gottinkarnation könnte man analog formulieren: „Handle stets so, dass, wenn andere so handeln wie du, das gut für die gesamte Gesellschaft ist“.

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03-25 Wort-für-Wort Übersetzung

saktāḥ – verhaftet
karmaṇi – an die Handlung
avidvāṃsaḥ – die Unwissenden
yathā – so wie
kurvanti – handeln
bhārata – oh Nachkomme Bharatas (Arjuna)
kuryāt – möge handeln
vidvān – der Wissende, Verständige
tathā – so
asaktaḥ – ohne Anhaftung
cikīrṣuḥ – zu bewirken wünschend
loka-saṃgraham – das Bewahren (saṃgraha) der Welt (loka)