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07-24 Kommentar Swami Sivananda

Die Unwissenden halten Shri Krishna für einen gewöhnlichen Sterblichen. Sie meinen, er hätte einen Körper angenommen wie normale menschliche Wesen aus dem unmanifesten Zustand durch die Macht des Karmas aus seiner letzten Geburt. Sie kennen nicht Sein höheres, unvergängliches und aus sich selbst leuchtendes Wesen als das höchste Selbst. Sie meinen, Er hätte nur jetzt Gestalt angenommen, obwohl Er in sich selbst existent ist, ewig, ohne Anfang, Ende, Geburt und Tod, ohne Veränderung, grenzenlos und unmanifestiert.

07-25 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
aham – ich (bin)
prakāśaḥ – sichtbar
sarvasya – jedem
yoga-māyā-samāvṛtaḥ – verhüllt (samāvṛta) durch meine Yoga-Macht (Zauberwerk, Illusion)
mūḍhaḥ – verblendete
ayam – diese
na – nicht
abhijānāti – erkennt
lokaḥ – Welt
mām – mich
ajam – den ungeborenen
avyayam – den unvergänglichen

07-25 Kommentar Swami Sivananda

Ich bin nicht für alle Menschen sichtbar, aber ich bin sicher manifest für die wenigen Auserwählten, die an Mich glauben und nur bei Mir Zuflucht suchen. Ich bin nicht sichtbar für die Menschen, die von den drei Gunas und den Gegensatzpaaren getäuscht sind und von diesem Universum abgeschirmt werden, das eine Manifestation der Eigenschaften der Natur ist, Meine YogaMaya, Meine erschaffende Illusion. Es verhüllt das Verstehen weltlicher Menschen. Daher können sie den Herrn nicht wahrnehmen, der vollständige Kontrolle über Maya hat.

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07-27 Wort-für-Wort Übersetzung

icchā-dveṣa-samutthena – die aus Wunsch (icchā) und Abneigung (dveṣa) entsteht (samuttha)
dvandva-mohena – durch die Täuschung (moha) der Gegensatzpaare (dvandva)
bhārata – oh Nachkomme des Bharata (Arjuna)
sarva-bhūtāni – alle Wesen
saṃmoham – in Verwirrung
sarge – bei (ihrer) Erschaffung
yānti – geraten
paraṃtapa – oh Bedränger der Feinde (Arjuna)

07-27 Kommentar Swami Sivananda

Wo Vergnügen ist, ist Raga, Verhaftung; wo Schmerz ist, ist Dvesha, Abneigung. Instinktiv schützt der Mensch diesen Körper. Der Mensch möchte das bekommen, was der Erhaltung des Körpers dient. Er möchte das loswerden, was dem Körper und dem Geist Schmerz verursacht. Aufgrund der von den Gegensatzpaaren verursachten Täuschung kommt es zu Wunsch und Abneigung, und der Mensch kann die Dinge nicht so erkennen, wie sie sind, nicht einmal in diesem äußeren Universum der Sinneswahrnehmung; es braucht nicht erwähnt zu werden, daß in einem Menschen, dessen Verstand von Wunsch und Abneigung überwältigt ist, nicht das transzendente Wissen um das innerste Selbst auftauchen kann.

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07-28 Wort-für-Wort Übersetzung

yeṣām – deren
tu – jedoch
anta-gatam – ein Ende (anta) gefunden (gata „erreicht“) hat
pāpam – Sünde
janānām – Menschen
puṇya-karmaṇām – deren Handlungen (karman) tugendhaft (puṇya) sind
te – diese
dvandva-moha-nirmuktāḥ – befreit (nirmukta) von der Täuschung (moha) der Gegensatzpaare (dvandva)
bhajante – verehren
mām – mich
dṛḍha-vratāḥ – mit festen (dṛḍha) Gelübden (vrata)

07-29 Wort-für-Wort Übersetzung

jarā-maraṇa-mokṣāya – nach der Befreiung (mokṣa) von Alter (jarā) und Sterben (maraṇa)
mām – bei mir
āśritya – indem sie Zuflucht suchen
yatanti – streben
ye – (Menschen) welche
te – diese
brahma – Brahman
tat – das
viduḥ – erkennen
kṛtsnam – den ganzen
adhyātmam – (Bereich) des Selbst
karma – Handeln
ca – und
akhilam – das gesamte

07-29 Kommentar Sukadev

An Freiheit von Alter und Tod denkt der heutige Aspirant weniger als früher. In früheren Zeiten war es eine wichtige spirituelle Motivation, sich von Alter und Tod befreien zu wollen. Wir leben heute in einer Zeit, wo Alter, Krankheit und Tod weggeschoben werden. Mit diesen will man nichts zu tun haben. Viele Menschen denken: Sterben tun nur die anderen und wenn wir Yoga üben, werden wir nie krank. Die Alten, das sind immer die, die 15 Jahre älter sind als wir. Das sind drei unbewusste Aberglauben, die wir haben. Jeder hatte schon jemanden in der Familie, der gestorben ist. Und wir wissen alle, dass wir sterben werden.

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