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07-24 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 7. Kapitel, 24. Vers: Erhaben und geheimnisvoll

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Krishna, Manifestation, Inkarnation Gottes, Avatar von Vishnu, sagt:

„Die Törichten meinen, Ich, das Unmanifestierte, hätte Erscheinungsformen, da sie Mein höheres, unveränderliches und überaus erhabenes Wesen nicht kennen.“

Gott ist unendlich, ist ewig. Er ist unmanifestiert, er ist das Brahman. Wenn wir uns beschränken auf die Erscheinungsformen von Gott, dann erkennen wir nicht das überaus erhabene Wesen. Realistisch gesehen werden wir sagen, die meisten von uns sind töricht. Und Krishna ermutigt uns durchaus auch in unserer Torheit. Er sagt ja auch: „Sieh Gott auch im Manifesten. Sieh Gott in den Bäumen, in der Sonne, im Mond, in den Sternen, in der Schönheit, in der Liebe, in deinem Kind, deinem Mann, deiner Frau, was auch immer für dich wichtig ist. Sieh Gott in allem.“ Wichtig ist nur, denke nicht, Gott ist beschränkt darauf. Denke nicht, Gott ist nur Vater oder nur Mutter, Gott ist nur Krishna oder nur Jesus. Gott ist unmanifest, Gott ist ewig, Gott ist das Absolute. Und dieses Ewige, Unmanifestierte, Absolute, das manifestiert sich in so vielen Weisen, wie es Beziehungen zu Gott gibt. Alles, was du siehst, ist eine Manifestation Gottes. Es ist so ähnlich wie bei Rollen in der Familie. Du selbst hast vielleicht Kinder. Für die Kinder bist du Vater oder Mutter. Du hast Eltern. Für die Eltern bist oder warst du Sohn oder Tochter. Für deinen Arbeitgeber warst du Frau oder Herr XY. Für deine Sportskameraden warst du der Kalle oder wer auch immer. Wenn jetzt aber jemand denkt, du bist nur Sohn oder nur Tochter oder du bist nur Vater, nur Mutter oder nur Kumpel oder nur Chef oder nur Mitarbeiter, nur Kunde, dann bist du beschränkt und das ist letztlich töricht. Natürlich, für deine Frau bist du Mann und hoffentlich der geliebte Ehegatte. Für deine Kinder bist du hoffentlich Mutter oder Vater, geliebte Mutter oder Vater. Aber ab einem gewissen Alter wissen deine Kinder, dass du nicht darauf beschränkt bist, nur Vater oder Mutter zu sein. Du bist auch nicht nur Kunde, du bist auch nicht nur Fernsehzuschauer für die Gebühreneinzugszentrale, sondern du bleibst das ewige, unendliche Selbst. Und dieses Selbst drückt sich aus über einen Körper und einen Geist. Man kann auch noch genauer sagen, in einer Persönlichkeit, in Energien, Emotionen und diesem physischen Körper. All das bist du und das drückt sich wieder aus als Beziehung zu den verschiedenen Menschen. Und genauso drückt Gott sich aus auf verschiedene Weisen. Du kannst zu Gott eine unterschiedliche Beziehung aufbauen. Verschiedene Menschen haben unterschiedliche Beziehungen zu Gott. Und manche Menschen haben auch zu Gott unterschiedliche Beziehungen. Nur, Gott an sich ist ewig, unendlich, so wie Krishna hier schreibt, „höheres, unveränderliches, überaus erhabenes Wesen“. Und dieses manifestiert sich auf die verschiedenen Weisen. Wiederum überlege: „Was ist meine Beziehung zu Gott? Wie sehe ich Gott? Wie spreche ich zu Gott? Wie bete ich zu Gott? Oder, wie könnte ich das machen? Und wie könnte ich mir bewusst sein, dass auch, wenn ich persönlich eine direkte Beziehung zu Gott aufbaue, Gott letztlich das Ewige, Unveränderliche, Erhabene, Geheimnisvolle bleibt?“

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