Suche
  • TIPP: Nutze die Suche, um bestimmte Verse zu finden.
  • z. B.: die Eingabe 01-21 bringt dir 1. Kapitel, 21 Vers.
Suche Menü
Kapitel
Vers
Schrift öffnen

07-26 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 7. Kapitel, 26. Vers: Gott sieht alles, aber Er petzt nicht

Play

Krishna sagt:

„Ich, Oh Arjuna, kenne die Wesen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, niemand aber kennt Mich.“

Gott sagt also, er kennt alle. Er kennt dich, so wie du jetzt bist. Auch wenn Gott ewig, unendlich, absolut ist, kennt er auch dich. So wie es auch wiederum in der Bibel heißt: „Ich habe dich beim Namen gerufen.“ Gott kennt uns alle. Wir können zu Gott eine Beziehung aufbauen. Gott liebt uns so, wie wir sind. Wir können Gottes Liebe spüren. Wir können sie annehmen, wir können sie akzeptieren. Auch wenn Gott alldurchdringend ist und auch wenn wir Gott in unserer beschränkten Bewusstheit nie ganz wahrnehmen können, können wir uns dennoch bewusst sein, Gott kennt uns so, wie wir sind. Es gibt auch diesen alten Witz. Ein Pfarrer hatte das Problem, dass die Kirschen in seinem Garten regelmäßig von den Kindern geklaut wurden. So schrieb er irgendwann vor den Kirschbaum: „Gott sieht alles.“ Und die Kinder haben dann darunter geschrieben: „Aber er petzt nicht.“ Gott sieht alles und Gott versteht alles. Gott nimmt uns so an, wie wir sind. Aus der Allgegenwart Gottes heraus brauchen wir jetzt keine Angst vor Gott zu haben. Mindestens im Indischen Glaubenssystem brauchen wir keine Furcht vor Gott zu haben. Gott bestraft uns nicht. Es gibt ein Karma und eventuell gibt es karmische Konsequenzen für unser Handeln. Aber Gott versteht uns so, wie wir sind. Gott nimmt uns an so, wie wir sind. Wir brauchen uns die Liebe Gottes nicht zu verdienen. Wir können sie spüren, wir können sie annehmen. Deshalb heißt es auch, wenn wir einen Schritt zu Gott hin machen, geht Gott uns zehn Schritte entgegen. Gott hat seine Arme weit ausgestreckt, wir brauchen uns nur zu öffnen und die Umarmung Gottes anzunehmen. Das klingt zwar jetzt alles sehr bildhaft, vermenschlicht, und natürlich, es ist eine Vermenschlichung. Aber es ist auch das, was man spüren kann. Wenn du dich öffnest, wenn du dich für Gottes Gegenwart öffnest, spürst du sie auch. Das kannst du jetzt in diesem Moment tun. Schon während ich spreche, vielleicht auch kurz danach, halte einen Moment lang inne, spüre in dein Herz, werde dir bewusst: „Kann ich Gott spüren?“ Oder spüre nach oben und werde dir bewusst: „Kann ich die Gegenwart Gottes spüren?“ Oder schaue etwas an, was dir besonders schön erscheint und spüre dort: „Kann ich da die Gegenwart Gottes spüren?“ Gott ist immer da. Gott kennt dich. Gott ist immer offen. Lass ihn an dich heran. Öffne dein Herz, fühle seine göttliche Gegenwart.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.