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04-07 Kommentar Swami Sivananda

Dharma ist das, was Stütze und Halt bietet. Es gibt im Deutschen dafür keinen wirklich entsprechenden Begriff. Das, was dem Menschen hilft, Moksha, die Rettung, zu erlangen, ist Dharma. Was einen Menschen unreligiös oder sündhaft macht, ist Adharma. Was den Menschen erhebt und ihm hilft, das Ziel seines Lebens zu erreichen und Wissen zu erlangen, ist Dharma; was ihn hinunterzieht und in den Abgrund von Weltlichkeit und Unwissenheit schleudert, ist Adharma.

04-08 Wort-für-Wort Übersetzung

paritrāṇāya – zum Schutz
sādhūnām – der Guten
vināśāya – zur Vernichtung
ca – und
duṣkṛtām – der Übeltäter
dharma-saṃsthāpana-arthāya – zum Zwecke (artha) der Errichtung (saṃsthāpana) der Ordnung (dharma)
saṃbhavāmi – entstehe ich (erneut)
yuge yuge – in jedem Zeitalter (yuga)

04-08 Kommentar Swami Sivananda

Sadhunam: Die Guten, die ein rechtschaffenes Leben führen, die ihren Körper zum Dienst an der Menschheit einsetzen, die frei sind von Selbstsucht, Lust und Habgier und ihr Leben der Kontemplation über das Göttliche widmen. Dushkritam: Übeltäter, die ein sündhaftes Leben führen, die Gesetze der Gesellschaft brechen, selbstgefällig, unaufrichtig und habsüchtig sind, andere beleidigen, sich gewaltsam der Habe anderer bemächtigen und alle möglichen Greueltaten verüben.

04-09 Wort-für-Wort Übersetzung

janma – Geburt
karma – Handeln
ca – und
me – mein(e)
divyam – göttliche(s)
evam – in dieser Weise
yaḥ – wer
vetti – erkennt
tattvataḥ – wahrheitsgemäß
tyaktvā – wenn er verlassen hat
deham – (seinen) Körper
punar-janma – zur Wiedergeburt
na – nicht
eti – geht
mām – zu mir
eti – geht
saḥ – der
arjuna – oh Arjuna

04-10 Wort-für-Wort Übersetzung

vīta-rāga-bhaya-krodhāḥ – frei von Leidenschaft (rāga), Furcht (bhaya) und Zorn (krodha)
mat-mayāḥ – in mir aufgegangen („aus mir bestehend“)
mām – mich
upāśritāḥ – um Zuflucht ersuchend
bahavaḥ – viele
jñāna-tapasā – durch die Glut (tapas) der Erkenntnis (jñāna)
pūtāḥ – gereinigt
mat-bhāvam – zu meinem (mat) Wesen (bhāva)
āgatāḥ – sind gekommen

04-10 Kommentar Sukadev

Krishna sagt, er sei als Avatar auf die Welt gekommen und wer das erkennt und ihn als Gott verehrt, der wird nicht wiedergeboren werden. Das Element der Gnade spielt eine gewisse Rolle. Wir können sagen, der Jnana Yogi muss sich selbst befreien, der Bhakta wird von Gott befreit, indem er bei Gott Zuflucht sucht. Dieser Glauben hat Parallelen zum modernen Christentum. Wenn wir vollständig an Gott glauben, dann wird Gott für uns die Erlösung bringen. Wir brauchen nichts dafür zu tun.

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04-11 Wort-für-Wort Übersetzung

ye – welche (Menschen)
yathā – wie, auf welche Art
mām – zu mir
prapadyante – Zuflucht nehmen
tān – diese
tathā eva – genau so, dementsprechend
bhajāmi – belohne
aham – ich
mama – meinem
vartma – Weg
anuvartante – folgen
manuṣyāḥ – die Menschen
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
sarvaśaḥ – auf jede Art und Weise

04-12 Wort-für-Wort Übersetzung

kāṅkṣantaḥ – diejenigen, die ersehnen
karmaṇām – der Opferhandlungen
siddhim – den Erfolg
yajante – opfern
iha – hier, in dieser Welt
devatāḥ – den Göttern
kṣipram – schnell
hi – denn
mānuṣe – in der menschlichen
loke – Welt
siddhiḥ – Erfolg
bhavati – entsteht
karmajā – dessen Ursprung Opferhandlungen (karma) sind

04-12 Kommentar Sukadev

Wenn wir Erfolg in unserem Karma haben wollen, dann können wir den Devas, den Engelswesen opfern. Es gibt spezifische Mantras, um spezifische Devas für spezifische Zwecke anzurufen. Man kann Indra anrufen, wenn es leicht regnen soll. Varuna, wenn es stärker regnen soll. Kubera können wir anrufen, wenn wir reich werden wollen, Kama, wenn wir wollen, dass jemand anderes sich in uns verliebt. Es gibt auch Rituale die unsere Anrufung unterstützen und zu Erfolg führen. Aber genau das ist es, was Krishna will, das wir nicht machen. Er spricht sich immer wieder gegen die Purva Mimamsa Philosophie aus, wo Menschen immer wieder Yajna, Homa, Puja machen, um bestimmte Siddhis als Erfolg zu bekommen.

04-13 Wort-für-Wort Übersetzung

cātur-varṇyam – das System der vier Kasten (varṇa)
mayā – von mir
sṛṣṭam – wurde geschaffen
guṇa-karma-vibhāgaśaḥ – gemäß der entsprechenden Verschiedenheiten (vibhāga) hinsichtlich der Eigenschaften (guṇa) 
      und Handlungen (karma)
tasya – dessen
kartāram – als Urheber
api – gleichwohl
mām – mich
viddhi – erkenne
akartāram – Nichthandelnden
avyayam – (als auch) als unwandelbaren

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