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12-07 Wort-für-Wort Übersetzung

teṣām – für diese
aham – ich
samuddhartā – der Retter
mṛtyu-saṃsāra-sāgarāt – aus dem Ozean (sāgara) des Kreislaufs der Wiedergeburt (saṃsāra) und des Todes (mṛtyu)
bhavāmi – bin
na cirāt – bald
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
mayi – auf mich
āveśita-cetasām – die ihren Geist (cetas) gerichtet (āveśita) haben

12-07 Kommentar Sukadev

Wenn wir uns an Gott richten, hilft er uns bei der Verwirklichung. Eine Analogie wäre: Wir können entweder selbst auf das Dach klettern oder wir rufen jemanden und sagen: „Könntest du mich bitte hochheben.” Im Bhakti Yoga bitten wir jemanden, der machtvoller ist als wir selbst, nämlich Gott, darum, uns hochzuheben. Gott nimmt uns auf seine Schultern und hebt uns hoch. Ab und zu spielt er noch mit uns und setzt uns wieder ab, damit wir weiterhin Erfahrungen machen können.

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12-09 Wort-für-Wort Übersetzung

atha – aber wenn
cittam – (deinen) Geist
samādhātum – zu richten, zu konzentrieren
na – nicht
śaknoṣi – du vermagst
mayi – auf mich
sthiram – beharrlich, fest
abhyāsa-yogena – durch den Yoga des Übens (abhyāsa)
tataḥ – dann
mām – mich
iccha – suche
āptum – zu erreichen
dhanaṃjaya – oh Dhanañjaya „Schatzgewinner“ (Arjuna)

12-10 Wort-für-Wort Übersetzung

abhyāse – hinsichtlich des Übens
api – (wenn) auch
asamarthaḥ – nicht fähig
asi – bist
mat-karma-paramaḥ – einer, dessen Handeln (karma) um Meinetwillen (mat) das Höchste (parama) ist
bhava – (dann) sei
mat-artham – um Meinetwillen
api – auch
karmāṇi – Handlungen
kurvan – ausführend
siddhim – Vollkommenheit
avāpsyasi – wirst du erreichen

12-11 Wort-für-Wort Übersetzung

atha – aber wenn
etat – dies
api – auch
aśaktaḥ – nicht fähig
asi – du bist
kartum – zu tun
mat-yogam – zur Verbindung (yoga) mit mir (mat)
āśritaḥ – Zuflucht nehmend
sarva-karma-phala-tyāgam – unter Entsagung (tyāga) der Früchte (phala) allen (sarva) Handelns (karma)
tataḥ – dann
kuru – handle
yata-ātmavān – selbstbeherrscht („als einer, der sein Selbst (ātman) beherrscht (yata) hat“)

12-12 Wort-für-Wort Übersetzung

śreyaḥ – besser
hi – denn
jñānam – (ist) Erkenntnis
abhyāsāt – als Übung
jñānāt – vor Erkenntnis
dhyānam – Meditation
viśiṣyate – zeichnet sich aus
dhyānāt – vor Meditation
karma-phala-tyāgaḥ – Entsagung  (tyāga) der Früchte (phala) des Handelns (karma)
tyāgāt – auf Entsagung
śāntiḥ – Frieden
anantaram – (folgt) unmittelbar

12-12 Kommentar Sukadev

Übung ist schon gut. Erkenntnis zu haben und die Zusammenhänge zu verstehen, ist besser. Meditation ist noch besser, denn sie führt zur intuitiven Erfahrung. Wer auf die Früchte der Handlungen verzichten kann, zeigt, dass er schon sehr in der Gotteshingabe gewachsen ist. Und grundsätzlich gilt: Innerer Friede kommt aus der inneren Entsagung. Wenn du weißt, dass Gott sich um alles kümmert, brauchst du an keine Wünsche verhaftet zu sein. Und wenn du keine Wünsche und Verhaftungen hast, brauchst du keine Angst zu haben, deine Besitztümer zu verlieren oder dass deine Wünsche nicht in Erfüllung gehen. Wenn du nicht erwartest, dass andere sich so verhalten, wie du es gerne hättest, wirst du nicht beunruhigt, wenn sie sich anders verhalten. So folgt auf Entsagung Frieden.