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17-13 Wort-für-Wort Übersetzung

vidhi-hīnam – ohne (Beachtung der) Vorschrift (vidhi)
asṛṣṭa-annam – bei dem keine Speise (anna) verteilt (sṛṣṭa) wird
mantra-hīnam – ohne (hīna) Opfersprüche (mantra)
adakṣiṇam – ohne Opfergabe (dakṣiṇā)
śraddhā-virahitam – ohne (virahita) Glauben (śraddhā)
yajñam – ein Opfer
tāmasam – als tamasig (von Tamas „Trägheit“ bestimmt)
paricakṣate – betrachtet man

17-14 Wort-für-Wort Übersetzung

deva-dvija-guru-prājña-pūjanam – Verehrung (pūjana) der Götter (deva), Zweimalgeborenen (dvi-ja), Lehrer (guru) und
      Weisen (prājña)
śaucam – Reinheit
ārjavam – Aufrichtigkeit
brahma-caryam – Enthaltsamkeit
ahiṃsā – Gewaltlosigkeit
ca – und
śārīram – körperliche
tapaḥ – Askese
ucyate – wird genannt

17-15 Wort-für-Wort Übersetzung

anudvegakaram – die nicht erregend ist
vākyam – Rede
satyam – wahr
priya-hitam – angenehm (priya) und nützlich/heilsam (hita)
ca – und
yat – die
sva-adhyāya-abhyasanam – die Praxis (abhyasana) des Selbststudiums (sva-adhyāya) der Veden
ca eva – und
vāk-mayam – sprachliche
tapaḥ – Askese
ucyate – wird genannt

17-15 Kommentar Sukadev

Interessanterweise findet man dasselbe auch im Koran. Da heißt es, wenn man etwas sagen will, soll man erst überlegen: „Ist es wahr?“ Wenn es unwahr ist, sollte man es nicht sagen, also nicht lügen – Satyam, Wahrhaftigkeit. Als Zweites sollte man überlegen, ist es nutzbringend. Wenn es nicht nutzbringend ist, sollte man schweigen. Und als Drittes, verletzt es jemanden. Wenn es jemanden verletzt, sollte man es nicht aussprechen. Man sollte nur das sagen, was wahr, angenehm und nutzbringend ist.

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17-16 Wort-für-Wort Übersetzung

manaḥ-prasādaḥ – Gelassenheit (prasāda „Heiterkeit“) des Geistes (manas)
saumyatvam – Milde
maunam – Schweigsamkeit
ātma-vinigrahaḥ – Selbstbeherrschung
bhāva-saṃśuddhiḥ – Reinheit (saṃśuddhi) des Wesens (bhāva)
iti – so
etat – das
tapaḥ – Askese
mānasam – geistige
ucyate – wird genannt

17-16 Kommentar Sukadev

Gelassenheit ist eine Tugend, die Krishna immer wieder erwähnt. Schon im 2. Kapitel definiert er Yoga unter anderem auch als „Yoga Samatvam ucyate“, „Yoga heißt Ausgeglichenheit des Geistes“. Aber hier gebraucht er Gelassenheit als tapas, als Praxis, als etwas, was man üben kann. Üben beinhaltet natürlich auch, dass wir nicht sofort vollkommen sind. Uns gelingt es nicht immer, in diesem mana prasada, diesem Gleichmut zu sein.

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17-17 Wort-für-Wort Übersetzung

śraddhayā – Glauben
parayā – mit größtem („höchstem“)
taptam – ausgeübt
tapaḥ – Askese
tat – diese
tri-vidham – dreifache
naraiḥ – von Menschen
aphala-ākāṅkṣibhiḥ – die keinen Gewinn (a-phala) davon erhoffen (ākāṅkṣin)
yuktaiḥ – (innerlich) gesammelten
sāttvikam – sattvig („rein“)
paricakṣate – wird genannt