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17-17 Kommentar Sukadev

Es gibt also diese dreifache Askese des Körpers, der Sprache und des Geistes. Diese können wir auf sattwige, rajasige und tamasige Weise üben.

Ein wichtiges Element dabei ist die Beständigkeit. Manche Menschen nehmen sich heute dieses vor und morgen jenes, und bewirken meist wenig. So wird man nicht wirklich spirituell transformiert, sondern entwickelt höchstens eine Vata-Störung. Beständig zu sein in seiner spirituellen Praxis, es immer wieder angehen, auch wenn es Rückschläge gibt, das ist sattwig.

Das führt uns zum nächsten Punkt, „mit größtem Glauben“: Den festen Glauben zu haben, irgendwann werde ich es packen, irgendwann wird es gelingen. Ich brauche nur oft genug zu üben, weiter zu üben, dann komme ich zur höchsten Vollkommenheit. Ich kann es erreichen. – Dazu ermutigt uns Krishna immer wieder. Er versichert Arjuna zum Beispiel: „Du bist für einen göttlichen Zustand geboren“, während Arjuna selbst sich wahrscheinlich eher in den Asura-Eigenschaften wiedergefunden hat. Aber Krishna sagt ihm immer wieder: „Oh Bester der Bharatas…“ und Das alles ist in dir angelegt“. Im 6. Kapitel versichert er, jeder erreicht es irgendwann, wenn nicht in diesem Leben, dann im nächsten. Und selbst wenn wir es in diesem Leben nicht vollständig schaffen, jeder, der sich Gutes vornimmt, wird positive Früchte ernten. Daher können wir großes Vertrauen und großen Glauben haben.

„… ohne Erwartung eines Lohnes“: Wenn wir zu ergebnisorientiert sind, werden wir entmutigt. Es gibt zwei Arten von Lohn:

Lob und Anerkennung 

Wir können zum Beispiel freundlich und mitfühlend sein, um Lob zu ernten. Oder wir erwarten, dass jemand es sofort anerkennt, wenn wir freundlich und mitfühlend zu ihm sind, und sind enttäuscht und hören damit auf, wenn er sich nicht gleich ebenso freundlich uns gegenüber benimmt. Oder wir engagieren uns sehr im Team und erwarten, dafür gelobt und anerkannt zu werden – da ist dann schon etwas Rajas dabei.

Ergebnisoriente Erwartung

Ich praktiziere regelmäßig, also muss es mir gelingen, in zwei Wochen die Selbstverwirklichung zu erreichen. –  Es gibt immer wieder Rückschläge und immer wieder stellen wir fest, so einfach ist es nicht. Daher gilt es, auch mitfühlend mit sich selbst zu sein. Und wenn es heute nicht gelingt, dann gelingt es vielleicht in einer Woche, oder in zwei Wochen oder in einem halben Jahr. Und wenn man nach ein paar Jahren zurück schaut, wird man feststellen, in vielerlei Hinsicht habe ich mich doch entwickelt. Vielleicht nicht in jeder Hinsicht, aber doch in vielerlei Hinsicht. Meistens hilft es auch, den Blick etwas weiter zurück zu nehmen. Oft sieht es im letzten halben Jahr so aus, als habe man kaum Fortschritte gemacht. Aber was man zum Beispiel vor zwei Jahren als Problem angesehen hat, ist inzwischen längst keines mehr. Man ist doch gewachsen.

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