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17-07 Wort-für-Wort Übersetzung

āhāraḥ – die Nahrung
tu – aber
api – auch
sarvasya – eines jeden
tri-vidhaḥ – von dreierlei (tri) Art (vidha)
bhavati – ist
priyaḥ – (die) lieb (ist)
yajñaḥ – das Opfer
tapaḥ – die Askese
tathā – ebenso
dānam – die Almosengabe
teṣām – (zwischen) diesen
bhedam – Differenzierung
imam – die
śṛṇu – höre

17-08 Wort-für-Wort Übersetzung

āyuḥ-sattva-bala-ārogya-sukha-prīti-vivardhanāḥ – die Lebensdauer (āyuḥ), Reinheit (sattva), Stärke (bala), Gesundheit
      (ārogya), Glück (sukha) und Zufriedenheit (prīti) vermehren (vivardhana)
rasyāḥ – (die) schmackhaft (sind)
snigdhāḥ – geschmeidig, ölig
sthirāḥ – kräftig („beständig“)
hṛdyāḥ – angenehm
āhārāḥ – Speisen
sāttvika-priyāḥ – sind den sattvigen („reinen“ Menschen) lieb (priya)

17-08 Kommentar Swami Sivananda

Reine Nahrung steigert die Vitalität und Stärke der Menschen, die sie verzehren. Sie steigert auch die Energie des Geistes.
Sattva: Heiterkeit; Reinheit; innere, moralische und spirituelle Stärke und Mut, die den Geist auch in sehr großer Verzweiflung ruhig halten.
Balam: Stärke; Fehlen von Müdigkeit auch bei anstrengender Arbeit.
Priti: Fehlen von Übelkeit; guter Appetit. Rasyah: Süß und saftig.
Sthirah: Kräftig; das, was länger im Körper bleiben kann; belebend, aber nicht schwer verdaulich.
Hridyah: Der bloße Anblick der Speisen ist für den Geist sehr angenehm, sie sind frei von Rauchgeruch und nicht verbrannt.

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17-09 Wort-für-Wort Übersetzung

kaṭu-amla-lavaṇa-atyuṣṇa-tīkṣṇa-rūkṣa-vidāhinaḥ – die (zu) bitter (kaṭu), (zu) sauer (amla), (zu) salzig (lavaṇa), zu heiß
      (ati-uṣṇa), (zu) scharf  (tīkṣṇa), (zu) trocken (rūkṣa) und (zu) brennend (vidāhin) sind
āhārāḥ – Speisen
rājasasya – dem rajasigen („leidenschaftlichen“ Menschen)
iṣṭāḥ – sind erwünscht
duḥkha-śoka-āmaya-pradāḥ – sie bewirken (prada) Schmerz (duḥkha), Kummer (śoka) und Krankheit (āmaya)

17-10 Wort-für-Wort Übersetzung

yāta-yāmam – die abgestanden ist („älter als drei Stunden“)
gata-rasam – ohne Geschmack (rasa)
pūti – faulig, stinkend
paryuṣitam – von gestern
ca – und
yat – die
ucchiṣṭam – übrig (geblieben ist)
api – auch
ca – und
amedhyam – unreine
bhojanam – Speise
tāmasa-priyam – ist tamasigen („trägen“ Menschen) lieb

17-11 Wort-für-Wort Übersetzung

aphala-ākāṅkṣibhiḥ – von (Menschen), die keinen Gewinn (a-phala) davon erhoffen (ākāṅkṣin)
yajñaḥ – ein Opfer
vidhi-dṛṣṭaḥ – „wie in den Vorschriften (vidhi) gesehen (dṛṣṭa)“, d.h. vorschriftsmäßig
yaḥ – das
ijyate – geopfert wird
yaṣṭavyam – es muss geopfert werden
eva – wahrlich
iti – so (denkend)
manaḥ – den Geist
samādhāya – indem sie sammeln
saḥ – das (ist)
sāttvikaḥ – sattvig („rein“)

17-11 Kommentar Swami Sivananda

Wenn ein Opfer mit allen nötigen sattvigen Riten ausgeführt wird, mit Glauben und Hingabe, ohne den leisesten Hauch eines Wunsches nach Belohnung, und wenn der Geist nur auf das Opfer gerichtet ist, um seiner selbst willen (nur um die Pflicht zu erfüllen), dann heißt es, es sei in seinem Wesen rein. Hier wird das Opfer in uneigennützigem Geist getan, mit einer Haltung der Wunschlosigkeit (Nishkamya Bhava) als Mittel zur Erlangung von Selbsterkenntnis. Solch selbst- und wunschlose Handlungen reinigen den Geist und bereiten den Suchenden auf den Empfang des göttlichen Lichtes, auf Selbsterkenntnis, vor. Seine sattvige Natur zwingt den Menschen, diese selbst- und wunschlosen Opfer zu tun. Er kümmert sich nicht einmal um seine eigene Befreiung. Er tut sie im festen Glauben, daß sie getan werden müssen. Er tut sie in der festen Überzeugung, daß Opfer getan werden müssen.

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17-12 Wort-für-Wort Übersetzung

abhisaṃdhāya – indem man es abgesehen hat
tu – aber
phalam – auf den Gewinn
dambha-artham – zum Zwecke (artha) der Heuchelei (dambha)
api – auch
ca eva – und
yat – (ein Opfer,) das
ijyate – geopfert wird
bharata-śreṣṭha – oh Bester der Bharatas (Arjuna)
tam – ein solches
yajñam – Opfer
viddhi – erkenne
rājasam – als ein rajasiges (von Rajas „Leidenschaft“ bestimmtes)

17-12 Kommentar Sukadev

Diese Art von Ritualen ist in Indien recht verbreitet. Man bestellt einen Priester und bittet ihn, Rituale für ganz konkrete Ziele auszuführen, zum Beispiel, eine Puja für das Abitur des Sohnes, oder dass er die Aufnahmeprüfung an der Uni besteht, dass die Tochter einen geeigneten Ehemann findet, usw. Ähnlich ist es ja auch im Westen. Die Mehrheit der Menschen betet, wenn sie denn beten, nur um Hilfe oder Segen für etwas ganz Bestimmtes. Daran ist nichts Schlechtes, aber es ist eben begrenzt und Ich-bezogen bzw. auf den kleinen Kreis bezogen, mit dem man im engeren Sinn zu tun hat.

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