Suche
  • TIPP: Nutze die Suche, um bestimmte Verse zu finden.
  • z. B.: die Eingabe 01-21 bringt dir 1. Kapitel, 21 Vers.
Suche Menü
Kapitel
Vers
Schrift öffnen

03-23 Kommentar Sukadev

Angenommen, Krishna würde sich in den Wald zurückziehen, dann würden sich alle anderen auch in den Wald zurückziehen. Was würde dann passieren? Es würde ein Chaos entstehen und es wäre auch nicht gut.

Es gibt einen Schöpfungsmythos, der besagt, dass Brahma die Welt geschaffen hat. Während er die Welt schuf, dachte er daran, dass das Schaffen der Welt doch eine anstrengende Geschichte sei und er Unterstützung brauche. Daraufhin schuf er die vier Kumaras, als die vier „ersten Menschen“. Als die vier Kumaras geboren waren überlegten sie sofort: „Warum sollen wir eigentlich die Welt weiter schaffen. Was ist überhaupt die Welt? Was ist hinter der Welt? Wer bin ich?“ Sie überlegten einige Zeit und es gibt ein Gesetz, welches besagt: „Ist der Schüler bereit, ist der Lehrer nicht weit.“ Jetzt waren das die vier einzigen Menschen auf der Welt. Trotzdem musste das Gesetz irgendwie erfüllt werden.

 

Sie hatten diese intensiven Fragen und deshalb inkarnierte sich Shiva in seiner Gestalt als Dakshinamurti. Sie verneigten sich vor Shiva, um zu erfahren, was das Selbst ist. Shiva hob seine Hand, machte das Jinmudra (Fingergeste), schloss seine Augen wieder und meditierte weiter. Die vier Kumaras sahen diese Geste, sie meditierten darüber, erkannten die Bedeutung, verwirklichten die Bedeutung und erreichten die Selbstverwirklichung. (Der Daumen ist Brahman, der Zeigefinger das Ego. Die anderen drei Finger stehen für die drei Gunas. Der kleine Finger ist der Rajas Finger, der Mittelfinger ist der Tamas Finger und der Ringfinger ist der Sattwa Finger. Normalerweise ist das Ego zusammen mit den drei Gunas. Dadurch sind wir gebunden. Wenn das Ego sich verneigt und sich mit Brahman verbindet, dann ist die Einheit erreicht. Symbolisiert durch den Kreis, der bei Jinmudra entsteht.) Genau das taten die Kumaras dann. Sie brachten ihren Geist von Gunas weg. Sie erreichten die Selbstverwirklichung, doch Brahma war unzufrieden. Infolgedessen schuf er den Menschen als Mann und Frau. Er schuf eine starke Anziehungskraft zwischen beiden, wohl wissend, dass das die Menschen beschäftigen würde. Sie würden nicht so schnell die Selbstverwirklichung erreichen und so konnte die Schöpfung weitergehen.

Wenn Krishna jetzt nicht gehandelt hätte, dann hätte die Gefahr bestanden, dass alles Leben ausstirbt. Oder Menschen würden faul werden, anstatt zu meditieren. Tamas und Sattva können sich gleichen. Ein Mensch meditiert, der andere hängt rum und träumt. Der eine ist zufrieden mit wenig, der andere ist zu faul, um irgendetwas in Bewegung zu setzen. Aber große Menschen sollten auch etwas tun.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.