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08-13 Kommentar Sukadev

Krishna gibt in diesen Versen eine Anleitung, wie man sterben kann. Wenn man merkt, dass man stirbt, ist es gut, die Tore zu verriegeln. Mit den „Toren“ sind die fünf Handlungsorgane und die fünf Wahrnehmungsorgane gemeint. Wenn wir merken, dass wir sterben, vertrauen wir die Welt Gott an. Wir sagen: „Meine Firma, mein Yogacenter, meine Familie, meine Verwandten, meine Yogaschüler, mein Haus, mein Hund, meine Katze und mein Kanarienvogel, vertraue ich dir an. Ich lasse das alles jetzt los. Und ich brauche auch nicht noch einmal zu schauen, was ich alles verpasst habe, sondern ich lasse einfach alles los, verriegele die Tore nach außen.“ Vorher ist es gut, seinen weltlichen Nachlass geregelt zu haben, damit die Nachkommenschaft es einfach hat und keine Erbkriege machen muss.

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08-14 Wort-für-Wort Übersetzung

ananya-cetāḥ – mit einem Geist (cetas), der auf nichts anderes (ananya) gerichtet ist
satatam – beständig
yaḥ – wer
mām – an mich
smarati – sich erinnert
nityaśaḥ – stets
tasya – für diesen
aham – (bin) ich
sulabhaḥ – leicht zu erreichen
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
nitya-yuktasya – stets (nitya) gesammelten (yukta)
yoginaḥ – Yogi

08-15 Wort-für-Wort Übersetzung

mām – zu mir
upetya – wenn sie gelangt sind
punaḥ-janma – die Wiedergeburt
duḥkha-ālayam – diesen Ort (ālaya) der Leiden (duḥkha)
aśāśvatam – der nicht ewig ist
na – nicht
āpnuvanti – erlangen
mahā-ātmānaḥ – die großen Seelen
saṃsiddhim – Vollkommenheit
paramām – zur höchsten
gatāḥ – die gelangt sind

08-15 Kommentar Swami Sivananda

Geburt ist die Stätte des Schmerzes, der Sitz der Sorge, die vom Körper herrührt. Lies die Garbhopanishad. Dort wird die Art des Schmerzes beschrieben, den das Kind durchmacht, wenn es im Mutterschoß eingeschlossen ist, den Vaginalkanal passiert und durch den Gebärmutterhals gepreßt wird. Weiters wird es von PrasutiVayu (dem Luftstrom des Lebens, der für die Geburt des Kindes verantwortlich ist) in Mitleidenschaft gezogen. Mahatmas (große Seelen) sind frei von Rajas und Tamas.

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08-16 Wort-für-Wort Übersetzung

ā brahma-bhuvanāt – bis hin zur Welt Brahmās
lokāḥ – (all) die Welten
punaḥ-āvartinaḥ – führen zur Wiederkehr
arjuna – oh Arjuna
mām – mich
upetya – wenn man erreicht hat
tu – aber
kaunteya – oh Sohn Kuntīs (Arjuna)
punaḥ-janma – Wiedergeburt
na – nicht
vidyate – findet statt

08-16 Kommentar Swami Sivananda

Die Gläubigen, die Daharopasana (eine Art von Meditation auf den kosmischen ›Raum‹ im Herzen) praktizieren, und andere Gläubige, die Brahmaloka über den Weg der Götter (Devayana) erreichen und allmählich Befreiung erlangen (KramaMukti), kommen nicht mehr in diese Welt zurück. Die Menschen aber, die Brahmaloka durch Ausführen von Panchagni Vidya (ein Ritual) erreichen, werden das Leben in Brahmaloka genießen und in diese Welt zurückkehren.

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08-17 Wort-für-Wort Übersetzung

sahasra-yuga-paryantam – nach tausend (sahasra) Yugas endet (paryanta)
ahaḥ – ein Tag
yat – dass
brahmaṇaḥ – Brahmās
viduḥ – (diejenigen,) die wissen
rātrim – eine Nacht
yuga-sahasra-antām – nach tausend (sahasra) Yugas endet (anta)
te – diese
ahaḥ-rātra-vidaḥ – kennen Tag (ahar) und Nacht (rātri)
janāḥ – Menschen

08-17 Kommentar Swami Sivananda

Tag ist Evolution, Projektion, Manifestation des Universums. Nacht ist Involution des Universums, Pralaya. Die Welten sind begrenzt und durch die Zeit bedingt. Daher kommen sie wieder. Auch die Welt Brahmas (Brahmaloka oder Satyaloka) ist vergänglich, selbst wenn sie tausend Zeitalter währt. Wenn die vier großen Yugas tausendmal durchgegangen sind, ist das ein Tag Brahmas, und wenn noch einmal dieselbe Anzahl von Yugas vergeht, dann ist das eine Nacht. Wer einen Tag und eine Nacht Brahmas sehen und durchleben kann, weiß tatsächlich um die Bedeutung eines Tages und einer Nacht.

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08-18 Wort-für-Wort Übersetzung

avyaktāt – aus dem Nichtmanifesten
vyaktayaḥ – Erscheinungen
sarvāḥ – alle
prabhavanti – entstehen
ahaḥ-āgame – beim Anbruch (āgama) des Tages (ahar)
rātri-āgame – beim Anbruch (āgama) der Nacht (rātri)
pralīyante – lösen sie sich auf
tatra – in diesem
eva – eben, genau
avyakta-saṃjñake – was als Nichtmanifest (avyakta) bezeichnet (saṃjñaka) wird