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04-37 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 37. Vers: Alles Karma zu Asche verbrennen

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„So wie das lodernde Feuer Öl zu Asche verbrennt, so verbrennt das Feuer der Erkenntnis alles Karma zu Asche.“

Nicht alles Karma musst du tatsächlich erfahren. Manches Karma musst du ernten, das ist das so genannte Prarabdha Karma. Also, die Wirkungen deiner Handlungen, die begonnen haben, Früchte zu tragen, die werden sich manifestieren, diese wirst du erfahren. Du musst aber nicht alle Resultate deiner Handlungen erfahren. In dem Moment, wo du erfährst, „Aham Brahmasmi, ich bin Brahman“ oder „Sarvam Kalvidam Brahman, alles ist wahrhaftig Brahman“, in dem Moment verbrennen alle Karmas. Denn wenn du die Lektionen schon gelernt hast, dann brauchen sie nicht mehr äußerlich auf dich zukommen. Auch dieser Vers ist im Kontext des vorigen Verses zu sehen. Gerade wenn du vielleicht in diesem oder einem früheren Leben Handlungen getan hat, die du heute bereust, dann brauchst du jetzt nicht Angst zu haben, was jetzt alles noch auf dich zukommt. Bemühe dich vielmehr, jetzt und in diesem Leben, Gutes zu tun, an dir zu arbeiten, das Höchste zu erfahren. Wenn du entweder große Hingabe hast oder die Weisheit erfährst oder etwas bereust und dann mit Engagement Gutes tust, dann wirst du das vergangene Karma auch verbrennen können. Habe deshalb keine Angst vor der Zukunft, habe vielmehr Vertrauen. Tue das, was du tun kannst, so gut, wie du kannst, mit ganzem Herzen. Und nimm dir das besonders heute vor, anstatt über die Vergangenheit zu brüten, anstatt mit Schuldgefühlen zu leben, nimm dir vor, heute engagiert zu sein, heute anderen zu dienen, dir heute Gottes bewusst zu sein.

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