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02-26 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 2. Kapitel, 26. Vers: Das relative Selbst ist in Veränderung

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„Doch auch wenn du annimmst, Es würde ständig geboren und stürbe ständig, selbst dann, oh mächtig Bewaffneter, sorge dich nicht.“

In den vorigen Versen hat Krishna über das unveränderliche Selbst gesprochen, die wahre Seele. Jetzt spricht er von einem relativeren Standpunkt aus. Unser höheres Selbst, unser wahres Selbst ist unveränderlich. Aber auf einer anderen Ebene haben wir ein relatives Selbst und dieses relative Selbst identifiziert sich mit dem Körper. Und der Körper hat einen Anfang und er hat ein Ende. Auf diese Weise kann man sagen, das Selbst wird geboren und es stirbt. Auf dieser Ebene gibt es aber auch verschiedene Wünsche. Die Wünsche kommen, die Wünsche gehen. Der Mensch kann sich identifizieren mit einem Wunsch. Er kann sich identifizieren mit einem Selbstbild. Früher hast du dich identifiziert, dass du ein Jugendlicher bist. Vielleicht hast du dich mal identifiziert, du wärst ein Künstler oder ein Musiker. Vielleicht hast du dich irgendwann damit identifiziert, du bist ein guter Ehemann, eine gute Frau. Vielleicht identifizierst du dich da heute auch noch mit. Aber alle Identifikationen kommen, die Identifikationen gehen. Wünsche kommen, Wünsche gehen. Emotionen kommen, Emotionen gehen. Sei dir dessen immer wieder bewusst. Manchmal, wenn eine schlimme Emotion da ist, sei dir bewusst, auch das wird vorbeigehen. Manchmal, wenn es besonders schön ist, genieße die Schönheit, aber sei dir bewusst, auch das wird vorbei sein. Und wenn ein Mensch ganz besonders freundlich zu dir ist, genieße es. Sei dir aber bewusst, so wird es nicht immer sein. Und wenn jemand dich schwer verletzt, sei dir bewusst, auch das wird nicht dauerhaft sein. Alles, was einen Anfang hat, hat ein Ende. Wenn du dies weißt, dann kannst du das Leben genießen wie einen Tanz. Du kannst das Leben genießen wie einen Gesang, wie ein Kunstwerk, ein Lied. Bhagavad Gita heißt ja göttliches Lied, göttlicher Gesang, göttliches Kunstwerk, göttlicher Tanz. Tanze mit, aber sei dir bewusst, hinter allem Tanzen ist das eine Unendliche und Ewige.

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