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07-01 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
mayi – auf mich
āsakta-manāḥ – indem du den Geist (manas) geheftet (āsakta) hast
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
yogam – Yoga
yuñjan – übend
mat-āśrayaḥ – zu mir (mat) Zuflucht (āśraya) nehmend
asaṃśayam – ohne Zweifel
samagram – vollständig
mām – mich
yathā – wie
jñāsyasi – du erkennen wirst
tat – das
śṛṇu – höre

07-01 Kommentar Swami Sivananda

Wer ein Resultat oder einen Ertrag wünscht, führt das Ritual Agnihotra aus, übt Mildtätigkeit, gräbt Brunnen, errichtet Krankenhäuser, Unterkünfte, usw., mit Sakama Bhavana (einem inneren Motiv des Gewinns), und erhält sie. Der Yogi andererseits praktiziert Yoga mit stetigem Geist und sucht nur beim Herrn Zuflucht, wobei er seinen Geist vollständig auf Ihn richtet, auf Seine erhabenen Eigenschaften wie Allmacht, Allwissenheit, Allgegenwart, grenzenlose Liebe, Schönheit, Anmut, Stärke, Gnade, unerschöpflichen Reichtum, unaussprechlichen Glanz, unberührte Herrlichkeit und Reinheit.

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07-01 Kommentar 2 von Sukadev: Wie überwindet man Zweifel?

Im ersten Vers sagt Krishna, der Lehrer, der eine Manifestation Gottes ist, zu Arjuna, seinem Schüler:
„Oh Arjuna, höre, wie du Mich ohne Zweifel vollständig erkennen wirst, indem du den Geist fest auf Mich richtest, Yoga übst und bei Mir Zuflucht suchst.“ Hier beschreibt Krishna, wie wir zu Gott kommen und alle Zweifel überwinden. Letztlich ist es so, bis wir zur höchsten Erkenntnis gelangen, werden immer wieder Zweifel auftauchen. Wie können wir Gott nun tatsächlich erkennen, über alle Zweifel hinauswachsen? „Indem du den Geist fest auf Mich richtest“, ist das eine. Das zweite, „Yoga übst“, und als drittes, „bei Gott Zuflucht suchst“. 

07-02 Wort-für-Wort Übersetzung

jñānam – Erkenntnis
te – dir
aham – ich
sa-vijñānam – samt direkter Verwirklichung (vijñāna)
idam – diese
vakṣyāmi – werde erläutern
aśeṣataḥ – vollständig, restlos
yat – diese (Erkenntnis)
jñātvā – wenn erkannt worden ist
na – nicht
iha – hier, in dieser Welt
bhūyaḥ – mehr
anyat – etwas anderes
jñātavyam – was erkannt werden muss
avaśiṣyate – bleibt übrig

07-02 Kommentar Sukadev

Wir haben immer wieder Erkenntnisse. Wenn wir etwas erkannt haben, dann wollen wir mehr erkennen. Wenn wir ein Vergnügen erreicht haben, dann wollen wir weitere Vergnügen erreichen. Nichts in der materiellen Welt kann uns zufrieden stellen. In Wahrheit streben wir nach dem Unsterblichen, dem Ewigen, dem Göttlichen und alles andere wird uns nie zufrieden stellen. Es ist wie das Spiel vom Hasen und Igel. Wo immer der Hase erschöpft ankommt, stellt er fest, dass der Igel schon vor ihm angekommen ist. Wir rennen von hier nach dort in dem Bestreben etwas zu erreichen. Wichtig ist es zu überlegen, was die höchste Erkenntnis wäre, das höchste Glück, nach dessen Erkenntnis und Verwirklichung alles erkannt ist und nach dessen Verwirklichung keine neuen Wünsche übrig bleiben. Krishna möchte Arjuna erklären, wie er aus diesem Spiel aussteigen kann.

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07-03 Wort-für-Wort Übersetzung

manuṣyāṇām – von Menschen
sahasreṣu – unter Tausenden
kaḥ cit – (vielleicht) einer
yatati – strebt
siddhaye – nach Vollkommenheit
yatatām – von den strebenden
api – selbst
siddhānām – Vollkommenen
kaḥ cit – (vielleicht) einer
mām – mich
vetti – erkennt
tattvataḥ – wirklich, in Wahrheit

07-04 Wort-für-Wort Übersetzung

bhūmiḥ – Erde
āpaḥ – Wasser
analaḥ – Feuer
vāyuḥ – Luft
kham – Äther
manaḥ – Geist
buddhiḥ – Verstand
eva – wahrlich
ca – und
ahaṃkāraḥ – Ichbewusstsein, Ego
iti – so
iyam – (ist) diese
me – meine
bhinnā – unterteilt
prakṛtiḥ – Natur
aṣṭadhā – achtfach

07-04 Kommentar Swami Sivananda

Diese achtfache Natur ist die ›niedere Natur‹, Apara Prakriti. Die fünf grobstofflichen Elemente sind aus den Tanmatras, den Grundelementen, durch Panchikarana, das fünffache Vermischen, gebildet. Tanmatras sind die subtilen Grundelemente. In diesem Vers stellen Erde, Wasser, usw. die subtilen, die Grundelemente, dar, aus denen die grobstofflichen Elemente gebildet sind.

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07-05 Wort-für-Wort Übersetzung

aparā – die niedere (Natur)
iyam – diese (ist)
itaḥ – als diese
tu – aber
anyām – eine andere
prakṛtim – Natur
viddhi – wisse um
me – meine
parām – höhere
jīva-bhūtām – welche aus dem Lebendigen (jīva) besteht (bhūta); welche das Leben selbst ist
mahābāho – oh Starkarmiger (Arjuna)
yayā – durch die
idam – diese
dhāryate – erhalten wird
jagat – Welt

07-05 Kommentar Swami Sivananda

Die im letzten Vers beschriebene Natur ist die niedere Natur. Sie ist Kshetra, der Bereich der Materie. Sie ist unrein. Sie läßt Übel entstehen und verursacht Bindung. Aber die höhere Natur ist rein. Sie ist mein Selbst, Kshetrajna (um den Bereich des Geistes wissend), das das Leben erhält und die ganze Welt durchdringt und sie hält. Sie ist eben das Lebenselement, das Prinzip des Selbst-Bewußtseins, das das Universum trägt.

07-06 Wort-für-Wort Übersetzung

etat-yonīni – haben diese beiden (etat) Naturen zum Mutterschoß (yoni)
bhūtāni – Wesen
sarvāṇi – alle
iti – so
upadhāraya – vernimm, wisse
aham – ich (bin)
kṛtsnasya – des gesamten
jagataḥ – Universums
prabhavaḥ – Ursprung
pralayaḥ – Auflösung
tathā – sowie

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