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07-03 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 7. Kapitel,  3. Vers: Aspiranten sind etwas Besonderes

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Im 3. Vers des 7. Kapitels sagt Krishna, der Lehrer, zu Arjuna, dem Schüler:

„Unter Tausenden von Menschen strebt vielleicht einer nach Vollkommenheit. Selbst von denen, die erfolgreich streben, erkennt nur einer vielleicht Mein Wesen.“

Ein spiritueller Aspirant ist etwas Besonderes, er strebt tatsächlich nach dem Höchsten, nach dem Vollkommenen. Im letzten Vers ging es darum, dass, bewusst oder unbewusst, eigentlich jeder nach dem Vollkommenen strebt. Nur wenige machen das aber bewusst und unternehmen gezielt Anstrengungen danach. Sie rennen Geld hinterher, sie rennen dem neuen Auto hinterher, sie rennen dem neuen Fernseher hinterher, sie rennen dieser Aufregung und jener Sensation hinterher und erreichen doch nicht das, was sie suchen, nämlich Glück, Bewusstseinserweiterung, wirkliche Freude, Verbindung, Liebe. Als spiritueller Aspirant bist du jemand, der dieses Spiel des Lebens etwas durchschaut hat, der das Spiel des Geistes durchschaut hat, und erkannt hat, dass der Geist tiefe Sehnsucht nach etwas Höherem hat und dieses dann in das relative Leben hineinbringt und deshalb nach allem möglichen Kleinen strebt. Du weißt, du willst nach dem Höchsten streben. Sei dir aber bewusst, es gibt nicht so viele andere, die nach dem Höchsten streben. Unter tausend Menschen vielleicht einer, sagt hier Krishna.

Als spiritueller Aspirant bist du letztlich jemand, der nicht mit so vielen anderen über seine Aspiration sprechen kann. Umso wichtiger ist, dass du regelmäßig Kontakt hast mit anderen spirituellen Aspiranten. Letztlich ist das Lesen spiritueller Texte ja auch eine Art und Weise, wie du dich verbindest. Und der Podcast, auf dem diese Zeilen hier basieren, wird ja auch von Tausenden von Menschen angehört. Wenn du also diesen Podcast anhörst, fühlst du dich verbunden mit vielen anderen. Wenn du dieses Buch liest bist du verbunden mit allen anderen Lesern. Aber es ist auch wichtig, regelmäßig in einen so genannten Satsang zu gehen, also in ein Treffen, wo Menschen zusammen praktizieren. Da kannst du entspannen, da kannst du loslassen, da kannst du wissen: „Ich bin nicht so allein. Ich bin nicht so anders. Es gibt viele andere Aspiranten, die auch danach streben.“ Und aus dem Streben kommt irgendwann die höchste Verwirklichung. Darum mein Tipp, wann immer du meditierst, verbinde dich mit den vielen anderen Aspiranten, verbinde dich mit den großen Meistern. Und du solltest immer wissen, wann du das nächste Mal mit anderen spirituellen Aspiranten zusammen sein wirst. Das allein gibt dir schon neue Kraft für den Alltag.

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