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09-01 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
idam – dieses
tu – aber
te – dir
guhyatamam – höchste Geheimnis (guhya)
pravakṣyāmi – werde ich darlegen
anasūyave – der du ohne Argwohn bist („der du nicht murrst“)
jñānam – Erkenntnis
vijñāna-sahitam – begleitet (sahita) von Wissen (vijñāna)
yat – diese
jñātvā – wenn du erfahren hast
mokṣyase – wirst du befreit werden
aśubhāt – vom Übel

09-02 Wort-für-Wort Übersetzung

rāja-vidyā – die Königswissenschaft, „der König (rājan) unter den Wissenschaften (vidyā)“
rāja-guhyam – das Königsgeheimnis, „der König unter den Geheimnissen (guhya)“
pavitram – Läuterungsmittel
idam – dieses (Wissen ist)
uttamam – das beste („höchste“)
pratyakṣa-avagamam – durch direkte Wahrnehmung (pratyakṣa) erfahrbar (avagama)
dharmyam – mit der Ordnung, dem Recht (dharma) in Einklang
susukham – sehr leicht
kartum – auszuführen, d.h. in die Tat umzusetzen 
avyayam – unvergänglich

09-02 Kommentar Sukadev

Krishna macht uns das Höchste schmackhaft als eine königliche Wissenschaft, eine großartige Wissenschaft. Es ist ein Geheimnis. Doch wie kann es ein Geheimnis sein? Die Bhagavad Gita ist in Indien die bekannteste Schrift. Das ist vergleichbar damit, heutzutage etwas ins Internet zu stellen, bei Google damit die 1. Platzierung zu erreichen und zu behaupten, das sei das höchste Geheimnis. Krishna möchte uns sagen, dass selbst wenn er uns dieses Geheimnis erklärt, wir es nicht so schnell verstehen werden.

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09-03 Wort-für-Wort Übersetzung

aśraddadhānāḥ – die nicht vertrauen
puruṣāḥ – Menschen
dharmasya – Gesetz
asya – diesem
paraṃtapa – oh Vernichter der Feinde (Arjuna)
aprāpya – ohne erreicht zu haben
mām – mich
nivartante – kehren zurück
mṛtyu-saṃsāra-vartmani – auf den Pfad (vartman) des Kreislaufs der Wiedergeburt (saṃsāra) und des Todes (mṛtyu)

09-03 Kommentar Swami Sivananda

Arjuna fragt: »Warum, Oh Herr, versuchen die Menschen nicht, diese Selbsterkenntnis zu erlangen, wenn man sie leicht erreichen kann, sie das Allerhöchste ist, und den größten Nutzen bringt? Gewiß sollten alle zu dieser Kenntnis gelangen.« Der Herr antwortet: »Oh Mein geliebter Schüler, die Menschen glauben nicht an dieses Dharma oder Wissen, und daher kehren sie auf den Pfad dieser Welt des Todes zurück. Auch wenn sie sich mit Methoden nach ihrer eigenen Vorstellung bemühen, können sie Mich nicht erreichen, denn sie verfügen nicht über die rechten Mittel, die in den Schriften vorgesehen sind.« Dharma bedeutet Gesetz, Religion, Selbsterkenntnis.

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09-04 Wort-für-Wort Übersetzung

mayā – von mir
tatam – ist erfüllt
idam – diese
sarvam – ganze
jagat – Welt
avyakta-mūrtinā – in („mit“) unmanifester (avyakta) Gestalt (mūrti)
mat-sthāni – befinden (stha) sich in mir (mat)
sarva-bhūtāni – alle (sarva) Wesen (bhūta)
na – nicht
ca – aber
aham – ich
teṣu – in ihnen
avasthitaḥ – befinde mich

09-04 Kommentar Sukadev

Krishna wiederholt das, was er im 12. Vers des siebten Kapitels gesagt hat. Er sagt: Gott erfüllt alles, aber Gott ist noch jenseits von allem. Wir sind in Gott, aber Gott ist nicht begrenzt auf die einzelne Seele. Wir können sagen und spüren: „Gott ist in mir“. Das heißt aber nicht, dass Gott nur in mir ist. Gott ist überall, ewig und deshalb nicht begrenzt auf die einzelnen Wesen.

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09-04 Kommentar Swami Sivananda

Avyaktamurti ist Para Brahman, das höchste nichtmanifeste Wesen, das von den Sinnen nicht wahrzunehmen, aber intuitiv erfahrbar ist. Alle Wesen, von Brahma, dem Schöpfer, bis hinunter zum Grashalm oder der Ameise, ruhen im transzendentalen Para Brahman. Sie haben keine unabhängige Existenz: sie existieren durch das Selbst, das alles trägt und ihnen allen zugrunde liegt.

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09-05 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
ca – auch
mat-sthāni – befinden (stha) sich in mir (mat)
bhūtāni – die Wesen
paśya – sieh
me – meine
yogam – Kunst (d.h. übernatürliches, göttliches Vermögen)
aiśvaram – mächtige, majestätische
bhūta-bhṛt – erhält (bhṛt) die Wesen (bhūta)
na – nicht
ca – aber
bhūta-sthaḥ – befindet (stha) sich in den Wesen (bhūta)
mama – mein
ātmā – Selbst
bhūta-bhāvanaḥ – es ist der Erschaffer (bhāvana) aller Wesen (bhūta)

09-05 Kommentar Sukadev

Swami Krishnananda hat ein Buch mit dem Titel: „Kingly Secret, Kingly Sience“ geschrieben. Soviel ich weiß, gibt es das Buch nur auf Englisch und ihr könnt es auf der Website der Life Divine Society finden. In diesem Buch kommentiert und interpretiert er auf über circa 200 Seiten allein das 9. Kapitel der Bhagavad Gita. Daran kann man erkennen, wie komplex dieses 9. Kapitel ist.

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09-05 Kommentar Swami Sivananda

Brahman, das Selbst, hat zu nichts eine Verbindung, denn Es ist sehr subtil, eigenschafts- und formlos; und daher ist Es ohne Verhaftung (Asanga). Es kann keine wirkliche Verbindung zwischen Materie und Geist geben. Saakara (ein Objekt mit einer Form) kann keine Verbindung zu Nirakara (dem Formlosen) haben. Wie könnte das sein? »Frei von Anhaftung ist Es nie verhaftet.« (Brihadaranyaka Upanishad III.9.26) Obwohl Es ohne Anhaftung ist, trägt Es alle Wesen; Es ist die wirkende und ausführende Ursache; Es läßt alle Wesen entstehen, aber Es ist nicht in ihnen, denn es hat mit nichts eine Verbindung. Das ist ein großes Mysterium. So wie der Träumende keine Verbindung zum Traumobjekt hat, so wie Äther oder Luft keine Verbindung zum Gefäß haben, so hat auch Brahman keine Verbindung zu den Dingen oder dem Körper. Die Verbindung zwischen dem Selbst und dem physischen Körper ist eine Täuschung.

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09-06 Wort-für-Wort Übersetzung

yathā – wie
ākāśa-sthitaḥ – der sich im Raum (ākāśa) befindet
nityam – stets
vāyuḥ – Wind
sarvatra-gaḥ – überallhin (sarvatra) weht („geht“)
mahān – der mächtige
tathā – so
sarvāṇi – alle
bhūtāni – Wesen
mat-sthāni – befinden (stha) sich in mir (mat)
iti – in dieser Weise
upadhāraya – verstehe (es)

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