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12-20 Wort-für-Wort Übersetzung

ye – diejenigen, die
tu – aber
dharmya-amṛtam – Nektar (amṛta) der Weltordnung (dharmya)
idam – diesen
yathā-uktam – wie (yathā) es oben beschrieben (ukta) wurde
paryupāsate – verehren
śraddadhānāḥ – vertrauend, mit Glauben
mat-paramāḥ – mich (mat) als Höchstes (parama) erachtend
bhaktāḥ – Gottgeweihten
te – diese
atīva – besonders
me – mir
priyāḥ – (sind) lieb

12-20 Kommentar Sukadev

„Wer diesen Dharmas, diesen Regeln mit Vertrauen folgt“: Schon wer sich bemüht, dorthin zu kommen, ruht in der Liebe Gottes. Da sagt er: Nicht nur diejenigen, die das erreicht haben, sondern auch die, die sich bemühen, das zu erreichen, erfahren die göttliche Liebe. Wir befinden uns auf yathi, yathoktam, auf dem Weg dorthin. Wir gehen dorthin mit Vertrauen  (shradda). Wir wissen, dass wir noch nicht soweit sind, wir gehen den Weg dorthin. Und wenn wir ihn mit Vertrauen gehen, auch wenn wir uns immer wieder ärgern, wenn jemand ein Fenster öffnet und es zieht oder jemand das Fenster schließt und wir Angst vor stickiger Luft haben, auch wenn wir merken, ich habe mich doch wieder aufgeregt, weil jemand meine gute Leistung nicht anerkannt hat, mich im Gegenteil sogar beschimpft hat – wir bemühen uns trotzdem. Solange wir uns mit Glauben und Vertrauen bemühen, können wir immer wieder spüren, dass die Liebe Gottes da ist. Ich muss nicht perfekt sein, damit Gott mich liebt. Ich muss nicht perfekt sein, um Gott zu lieben. Die Liebe Gottes ist in jedem Moment da. So wenig wie ein Kind perfekt sein muss, damit die Mutter das Kind liebt, so wenig müssen wir perfekt sein, damit Gott uns liebt. Gott liebt uns so, wie wir jetzt sind. Schon dann, wenn wir vertrauensvoll den Lehren folgen, können wir diese Liebe Gottes spüren.

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