Suche
  • TIPP: Nutze die Suche, um bestimmte Verse zu finden.
  • z. B.: die Eingabe 01-21 bringt dir 1. Kapitel, 21 Vers.
Suche Menü

02-71 Wort-für-Wort Übersetzung

vihāya – aufgegeben hat
kāmān – Wünsche
yaḥ – welcher
sarvān – alle
pumān – ein Mensch
carati – wandelt
niḥspṛhaḥ – frei von Verlangen
nirmamo – frei von Besitzansprüchen
nirahaṅkāraḥ – frei von Ichbewusstsein
saḥ – der
śāntim – zum (inneren) Frieden
adhigacchati – gelangt

02-71 Kommentar Sukadev

Dieser Vers beinhaltet einen wichtigen Gedanken. Wenn wir sagen, das ist „Mein“, mein Yogacenter, meine Yogaschüler, mein Kooperationscenter und mein Gebiet, dann müssen wir in irgendeiner Weise damit umgehen lernen. Wir haben Verpflichtung für etwas. Ich z.B. bin der Leiter von Yoga Vidya, was bestimmte Verpflichtungen beinhaltet. Doch es ist nicht „mein“ Yoga Vidya. Es kann sein, dass wir Pleite gehen. Es kann sein, dass eines Tages ein großartiger Meister kommt und er die Leitung des Hauses übernimmt. Vieles ist möglich. Wir identifizieren uns mit etwas. Und diese Identifikation und das Sagen: „Das ist meins“ schafft uns Probleme. Verschiedenste Beispiele, die ich öfters gebrauche, verdeutlichen das. Nehmen wir einmal an, ich identifiziere mich besonders mit dieser Uhr, die ich am Handgelenk trage. Ich sage: „Das ist meine Uhr.“ Während der Meditation lege ich die Uhr ab und vergesse manchmal hinterher sie wieder an mich zu nehmen oder es tritt jemand auf sie. Angenommen ich sage: „Das ist meine Uhr“ und es tritt jemand auf sie, dann bin ich sehr ärgerlich. Wenn ich aber nicht denke, dass das meine Uhr ist, und jemand tritt auf sie, dann ist es zwar immer noch ein finanzieller Verlust und ich muss mir eine andere Uhr anschaffen, aber ich bin nicht so ärgerlich. Bei manchen ist es aber mehr als nur ein finanzieller Verlust. Sie sagen: „Das ist meine Uhr. So eine Uhr finde ich nie wieder. Sie ist ein Erbstück. Was wird der Schenker von mir denken.“

 ...>>> weiter zum vollen Artikel...