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13-19 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 13. Kapitel 19. Vers: Wisse, Natur und Geist sind ohne Anfang

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„Prakrtim purusam caiva viddhy anadi ubhav api vikarams ca gunams caiva viddhi prakrti-sambhavan.“
„Wisse, dass sowohl diese Natur, Materie, als auch der Geist ohne Anfang sind; und wisse auch, dass alle Erscheinungsformen und Eigenschaften aus der Natur entstehen.“

 

Krishna spricht hier über Prakriti und Purusha. Er sagt, Prakriti, die Natur, und Purusha, die Seele, sind ewig. Es gab sie schon immer. Manchmal wird gefragt: Woher stammt diese Welt? Antwort: Die Welt ist Manifestation der Prakriti und Prakriti gab es schon immer und sie wird immer sein. Aber sie besteht in Parinama, sie ist in ständiger Veränderung. Woher ist die Seele, Purusha? Purusha gab es schon immer. Und diese Purusha, diese Seele, oder dieser Purusha, diese Seele, manifestiert sich in allen Wesen. Und diese allumfassende Seele ist in allen Wesen erfahrbar. Sie ist ohne Anfang. Inmitten aller Veränderungen, die durch dich hindurch gehen, inmitten aller Hochs und Tiefs, inmitten allem Vergnügen und allen Schmerzes, inmitten von den Erfahrungen des Gemochtwerdens und nicht Gemochtwerdens, gibt es etwas, das gleich bleibt, Purusha. Alles andere verändert sich. Prakriti, die Natur, besteht jetzt nicht nur aus Wald, Bäumen, Meer und Tälern und Bergen, sondern hier ist Prakriti verstanden als die Welt. Und sie besteht aus dem physischen Universum, aus dem feinstofflichen Universum, aus dem inneren Universum und externen Universum. Externes Universum meint das, was du äußerlich wahrnimmst. Internes Universum ist das, was du innerlich wahrnimmst, also einschließlich deiner Gedanken und Gefühle. Alle Erscheinungsformen und Eigenschaften entstehen aus der Prakriti, sind Manifestationen der Prakriti. Und alles, was Prakriti ist, verändert sich ständig. Ich weiß, das hast du schon so oft gelesen und gehört. Es ist aber wichtig, sich daran zu erinnern. Wenn heute jemand anders reagiert als du es gerne hättest, wenn jemand etwas anderes macht als es doch mit ihm ausgemacht wurde, wenn irgendetwas, wo du sicher warst, sich nicht so entfaltet, wie du es gedacht hattest, dann lächle darüber und sei dir bewusst: „Ah, es ist Manifestation der Prakriti.“ Alles aus der Prakriti ist in Parinama, in ständiger Veränderung. Du kannst damit tanzen, es betrachten als den Tanz der Schöpfung, den Tanz von Shiva, Shiva Nataraj, oder den Tanz von Kali, der göttlichen Mutter. Wenn du dich dagegen sträubst, dann trampelt dieser göttliche Tanz über dich hinweg. Wenn du dort mittanzt, kann es sehr, sehr schön sein. Halte an nichts fest, hafte an nichts, alles Äußere verändert sich. Gehe mit der Veränderung und genieße die göttliche Gegenwart.

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