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11-36 Devanagari Bhagavad Gita 11. Kapitel 36. Vers

अर्जुन उवाच |

स्थाने हृषीकेश तव प्रकीर्त्या
जगत्प्रहृष्यत्यनुरज्यते च |
रक्षांसि भीतानि दिशो द्रवन्ति
सर्वे नमस्यन्ति च सिद्धसङ्घाः || ११ ३६ ||

11-36 Wort-für-Wort Übersetzung

arjunaḥ – Arjuna
uvāca – sprach
sthāne – zurecht
hṛṣīkeśa – oh Hṛṣīkeśa (Kṛṣṇa)
tava – deinem
prakīrtyā – in Lobpreis
jagat – die Welt
prahṛṣyati – jubelt
anurajyate – ist verzückt
ca – und
rakṣāṃsi – die Dämonen
bhītāni – erschrocken
diśaḥ – in (alle) Richtungen
dravanti – fliehen
sarve – alle
namasyanti – verneigen sich
ca – und
siddha-saṅghāḥ – die Scharen (saṅgha) der Vollkommenen (siddha)

11-36 Kommentar Sukadev

Arjuna spricht hier von Rishis und Siddhas. Siddhas sind Wesen oder Meister, Meisterinnen, welche in diesem physischen Leben die Vollkommenheit fast vollständig erreicht haben. Siddha heißt „der, es erreicht hat“ – aber sich nicht entschieden hat, endgültig mit Gott oder Brahman zu verschmelzen, sondern in einem subtilen Körper, Astralkörper oder Kausalkörper weiter existiert, um Positives in der Welt zu bewirken. Siddhas existieren also noch als Individuum auf einer feinstofflichen Ebene. Und diese Siddhas können Menschen in der Meditation erscheinen, sie können einem auch sonst erscheinen. Siddhas helfen dem Aspiranten auf seinem Weg. Sie sind besonders in Ashrams oder auch an Heiligen Orten spürbar. Wenn du meditierst, kann dir ein solcher Siddha helfen, tiefer in die Meditation zu kommen. Auch wenn du Probleme hast und verzweifelt bist, kannst du einen Siddha anrufen. Die Siddhas und natürlich auch alle Weisen und Heiligen wollen helfen. Siddhas können auch vorübergehend ihren Astralkörper kondensieren, so dass sie für andere mit physischen Augen sichtbar sind und vielleicht sogar fotografiert werden können. Zu den bekannteren Siddhas gehört z.B. Dattatreya. Er gilt auch als Inkarnation von Brahma, Vishnu und Shiva. Er wird als Trimurti Avatar, die Inkarnation aller 3 Murtis bezeichnet. Manchmal wird auch gesagt, dass ein großer Meister, der nach seinem physischen Körper weiter in seinem Astralkörper bleibt und Aspiranten leitet, ein Siddha ist. Auch Hanuman zählt zu den Siddhas. Hanuman soll nach Aussagen mancher Meister weiter in einem feinstofflichen Körper existieren. Es heißt daher: Wenn wir Hanuman anrufen, ist er und auch Rama da. Dabei sind Siddhas nicht auf einen Ort begrenzt. Rama wird oft an vielen Orten gleichzeitig gesehen. Agastya ist ein anderer bekannter Siddha. Er gilt auch als einer der Lehrer der indischen Naturheilkunde, von Siddhanta und Ayurveda, und er war auch ein großer Yoga Meister. Bis heute berichten in Indien Aspiranten, dass sie eine Vision von Agastya hatten. Babaji[1] in der Yogananda Tradition würde man als Siddha bezeichnen. Babaji ist kein eigentlicher Name. Babaji ist ein Ehrentitel, in etwa übersetzt mit „verehrungswürdiger Vater“. In manchen Teilen Indiens nennen Kinder ihren Vater Baba.

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