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03-24 Wort-für-Wort Übersetzung

utsīdeyuḥ – würden untergehen
ime – diese
lokāḥ – Welten
na – nicht
kuryām – ausführte
karma – Handlung
cet – wenn
aham – ich
saṅkarasya – von Vermischung (der Kasten)
ca – und
kartā – der Urheber
syām – ich wäre
upahanyām – ich würde zerstören
imāḥ – diese
prajāḥ – Geschöpfe

03-24 Kommentar Sukadev

Krishna spricht also davon, dass die Weisen ein Beispiel geben müssen mit ihrem Leben. Sie erfüllen die Pflichten, wie es ihren Lebensumständen entspricht, auch ohne dass sie selbst irgendetwas sich davon erwarten. Ein „Noch-nicht-Selbstverwirklichter“ handelt, um etwas zu erreichen, um sich fortzuentwickeln, zu reinigen etc. Ein Weiser findet in sich Glück und Zufriedenheit. Da er das Höchste erreichte hat, kann er selbst ja nichts Höheres mehr erreichen. Sein Handeln ist also nicht davon geprägt, dass er Wünsche erfüllen will, Lernaufgaben absolvieren will, sich spirituell fortentwickeln will. Ein Weiser könnte also im Grunde tun, was er will oder auch nichts tun. Aber auch wenn Selbstverwirklichte nichts mehr für sich erreichen wollen durch ihr Tun, haben sie dennoch eine Aufgabe: Ein Beispiel zu sein für andere. Da andere die großen Meister als Richtschnur für ihr Handeln nehmen, muss die Handlungsweise eines Meisters richtungweisend für andere sein. Immanuel Kant hat als kategorischen Imperativ postuliert: „Handle stets so, dass die Maxime deines Handelns als Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung dienen könnte.“ Die Maxime für einen Selbstverwirklichten und eine Gottinkarnation könnte man analog formulieren: „Handle stets so, dass, wenn andere so handeln wie du, das gut für die gesamte Gesellschaft ist“.

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