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03-10 Wort-für-Wort Übersetzung

saha-yajñāḥ – samt Opfern (yajña)
prajāḥ – die Menschheit, die Lebewesen
sṛṣṭvā – als geschaffen hatte
purā – einst
uvāca – sprach
prajā-patiḥ – Prajāpati, der Herr (pati) der Geschöpfe (prajā)
anena – damit
prasaviṣyadhvam – möget ihr euch vermehren
eṣaḥ – diese
vaḥ – eure
astu – möge sein
iṣṭa-kāma-dhuk – Wunschkuh, „die die ersehnten (iṣṭa) Wünsche (kāma) melkt (duh) bzw. gewährt“

03-10 Kommentar Sukadev

In der Mythologie gibt es die so genannte Kamadhenu, die dem Vashistha gehörte. Sie war eine wunscherfüllende Kuh. Kama heißt „Wunsch“ und dhenu heißt, „sie gibt“. Wenn Vashistha irgendetwas brauchte, dann sagte er das seiner Kuh gesagt und sie hat es ihm gegeben. Eines Tages kam der König Vishwamitra mit einem riesigen Gefolge in die Einsiedelei des Vashistha. Vashistha lud ihn zu einer Mahlzeit ein. Vishwamitra antwortete ihm: „Ich habe ein paar hundert Menschen hier in meinem Gefolge. Wie willst du die alle verpflegen? Lass mich weiterziehen.“ Vashistha lehnte ab und meinte: „Nein, nein, ich bewirte euch gerne.“ Vashistha ging zu Kamadhenu, flüsterte ihr etwas ins Ohr und im nächsten Moment manifestierte sich das großartigste Mahl, was der König je gesehen und gegessen hatte. Der König und seine Gefolgsleute schlemmten. Nachdem sie satt waren, wurde der König allerdings sehr gierig. Er sagte zu Vashistha: „Du, Vashistha, du brauchst so eine Kuh doch überhaupt nicht. Ich gebe dir alles, was du brauchst. Gib mir diese Kuh, ich habe eine bessere Verwendung für sie.“ Vashistha lehnte ab und daraufhin nahm Vishmamitra die Kuh mit Gewalt. Mithilfe von Mantras holte Vashistha seine Kuh zurück. Diese Mantras waren stärker als alle Macht der Soldaten. Vishwamitra wurde ärgerlich und meinte: „Okay, wenn spirituelle Kräfte stärker als weltliche Kräfte sind, dann will ich auch spirituelle Kräfte bekommen.“ Daraufhin ruhte er nicht bis er alle seine Wünsche und alle seine Gedanken bezwungen und die Selbstverwirklichung erreicht hatte.

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