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02-43 Wort-für-Wort Übersetzung

kāma-ātmānaḥ – ihr Wesen sind Wünsche (kāma)
svarga-parāḥ – der Himmel (svarga) ist ihnen das Höchste
janma-karma-phala-pradām – deren Ergebnis (phala) des Handelns (karma) eine (neue) Geburt (janma) ist
kriyā-viśeṣa-bahulām – durch vielerlei (bahula) spezielle (viśeṣa) Riten (kriyā)
bhoga-aiśvarya-gatim – des Erreichens (gati) von Genuss (bhoga) und Macht (aiśvarya)
prati – hinsichtlich, mit dem Ziel

02-43 Kommentar Sukadev

In diesen Versen spricht sich Krishna eigenartigerweise gegen die Lehren der Veden aus. Er bezieht sich dabei auf den Karma Kanda der Veden, also dem Teil der Veden, der über Punyas und Papas spricht. Der Teil, wo man lernt, bestimmte Dinge zu tun, um Wünsche zu befriedigen, und in den Himmel zu kommen. Natürlich wird das nicht in allen Veden beschrieben, auch nicht in den ersten drei Teilen der Veden. Es gibt Schöpfungsmythen und Weisheitslehren und vieles mehr. Aber es gibt eben auch einiges, was dort steht, was wir tun können, um unsere Wünsche zu befriedigen. Dem zu folgen, ist, laut Krishna, unweise. Falsche Motive in blumige Worte zu kleiden bringt nichts. Wenn wir nach falschen Motiven handeln, dann richtet sich unser Geist nicht beständig auf Meditation und Samadhi aus. Wir werden stattdessen von unseren Wünschen getrieben und bekommen immer mehr Wünsche.