Bhakti Sutra 58

narada-bhakti-sutra-58

Deutsche Übersetzung

Der Weg der Bhakti ist leichter als andere Pfade.

  • anyasmāt saulabhyaṃ bhaktau ।। 58 ।।
  • अन्यस्मात्सौलभ्यं भक्तौ ।। ५८ ।।
  • anyasmat saulabhyam bhaktau || 58 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • anyasmāt : als bei (jeder) anderen (Anya, Methode)
  • saulabhyam : (es besteht) leichte(re) Zugänglichkeit (Saulabhya)
  • bhaktau : hinsichtlich (dem Weg) der Hingabe (Bhakti)     ।। 58 ।।

Kommentar von Sukadev Bretz

Lesen

Narada sagt: „Der Weg der Bhakti, der Weg der Hingabe ist leichter als andere Wege.“ Es gibt so viele andere Wege. Es gibt Hatha Yoga, Raja Yoga, Jnana Yoga, Karma Yoga, Kundalini Yoga und Bhakti Yoga. Du könntest noch sagen, es gibt noch Mantra Yoga, Laya Yoga, Yantra Yoga, Nada Yoga, so viele verschiedene Yoga Wege. Narada behauptet, Bhakti Yoga ist leichter. Warum ist er leichter? Er erläutert das in den nächsten Versen. Aber er ist auch deshalb leichter, weil nicht du selbst alle Arbeit machen musst. Gott macht die Arbeit. Du bittest Gott um Hilfe. Du bemühst dich schon so gut wie du kannst, aber du weißt: „Es liegt nicht alles an mir.“ Letztendlich übe nicht ich Sadhana, sondern Gott macht Sadhana lila. Das Spiel des Sadhanas. Ich bin nur ein Diener Gottes. Ich bin nur Geliebter Gottes. Gott macht alles und wenn es mir nicht gut geht, dann wende ich mich eben an Gott. Wenn ich etwas brauche, dann wende ich mich an Gott. Wenn ich auf dem spirituellen Weg nicht weiterkomme, dann wende ich mich an Gott. Und ich weiß auch, dass es nicht die spirituellen Praktiken sind, die mir die höchste Verwirklichung schenken, sondern es ist die göttliche Gnade. Ich kann mich über spirituelle Praktiken bereit machen für den Empfang der göttlichen Gnade. Aber ich kann die göttliche Gnade nicht erzwingen. Und ich gehe davon aus, was auch immer mir geschieht, all das ist etwas, was Gott mir gibt, um zu wachsen. Alle Aufgaben, die (zu) mir kommen, sind Gottesaufgaben an mich. Was auch immer ich für Erfahrungen mache, Gott hat sie mir geschenkt, damit ich daran wachse. 

Das ist das Schöne am Bhakti Yoga, egal auf welcher Stufe du bist, Bhaki Yoga macht das Leben schöner. Angenommen es geht dir körperlich nicht so gut, wende dich an Gott und bitte Gott. Aber sei auch davon überzeugt, auch wenn die Krankheit nicht aufhört, ist es Gottesaufgabe für mich. Wenn dir Unangenehmes geschieht, sieh das Wirken Gottes dahinter. Wenn Angenehmes geschieht, sieh auch dahinter Gotteswerk. Wenn du vor einer wichtigen Entscheidung stehst, bitte um Gottes Hilfe. Wenn Gottes Hilfe nicht ausreichend spürbar ist, dann sage zu Gott: „Ich werde jetzt eine Entscheidung treffen. Wenn du nicht willst, dass ich so handele, dann zeige es mir. Ansonsten werde ich mich so entscheiden und ich gehe davon aus, dass du durch meine Entscheidung wirkst.“ Und wenn Menschen unfreundlich sind, dann macht das auch nichts. Gott wirkt auch durch andere Menschen. In tiefem Herzen: Gott ist überall. Das sind einige der Gründe, weshalb Narada guten Grund dafür hat zu sagen: „Der Weg von Bhakti ist einfacher als andere.“ Denn du kannst dich jederzeit an Gott wenden und egal, was in dir vorgeht, du spürst die göttliche Gegenwart. Und selbst wenn du Gott einmal vorübergehend nicht spürst, in dem Moment, wo du dich von Herzen her zu Gott wendest, spürst du Gott, z.B. jetzt.

Anhören

Ansehen

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz