Bhakti Sutra 36

Narada Bhakti Sutra 36

Deutsche Übersetzung

Höchste Liebe wird erlangt durch ununterbrochenes liebendes Dienen.

Sanskrit Text

  • avyāvṛttabhajanāt ।। 36 ।।
  • अव्यावृत्तभजनात् ।। ३६ ।।
  • avyavrittabhajanat || 36 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • avyāvṛtta-bhajanāt : durch unablässiges (Avyavritta) Verehren (Bhajana)     ।। 36 ।।

Kommentar von Sukadev Bretz

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Gottesliebe ist nicht nur etwas, was da ist oder nicht da ist. Sondern wir können etwas tun um Gottesliebe zu bekommen. Im letzten Vers hat er gesagt, wir sollen Verhaftungen loslassen, Ichbezogenheit loslassen. Und diesmal sagt er: Gottesliebe wird erlangt durch ununterbrochenes liebendes Dienen. Dienen das erzeugt Gottesliebe. Wie können wir liebend dienen? Zunächst mal heißt das, bewusst zu überlegen, wie können wir Gott dienen? Was kann ich für Gott tun? Es gibt einfache Liebesdienste für Gott, z.B. einen Altar haben oder eine Kerze nehmen und vor dem Altar schwenken. Es gibt die Möglichkeit ein Räucherstäbchen zu nehmen, anzuzünden und liebevoll vor dem Altar zu schwenken. Man kann den Altar pflegen, man kann sich vor dem Altar verneigen. Man kann sich ein Bild Gottes oder seiner Heiligen anschauen. Das sind verschiedene Möglichkeiten der einfachen Gottesliebe.

Wir können auch uns engagieren, sei es in einem Yogacenter, sei es in der Kirchengemeinde, in einer Moschee oder einer jüdischen Gemeinde. Du kannst dort besonders helfen. Du kannst dort Altardienst machen, Gotteshausdienst machen und ansonsten helfen, was nötig ist für eine spirituelle Institution. Tatsächlich ist das Dienen im Rahmen einer spirituellen Institution oder einer spirituellen Gemeinschaft etwas, was sehr hilft Gottesdienst oder Gottesliebe zu entfalten. Spirituelle Gemeinschaften sind deshalb da, um Gott zu dienen. Die Gemeinschaft als Ganzes will Gott dienen. Wenn viele Menschen dort zusammen kommen, dann hilft es, das Herz zu öffnen. Also, wenn es Dir irgendwie möglich ist, dann schaue nach Möglichkeiten für uneigennütziges Dienen gerade in einer spirituellen Gemeinschaft.

Nächste Möglichkeit ist natürlich auch Gott zu dienen in seinen Geschöpfen, so wie Jesus gesagt hat, was Du getan hast, den geringsten unter Deinen Brüdern und Schwestern, das hast Du mir getan. Wenn Du also jemanden siehst, der leidet, jemanden der krank ist, jemanden der Trost brauchst und ihm hilfst und dienst, dann ist das auch Gottesdienst. Vor allem, wenn Du es mit Liebe machst. Wenn Du es mit der Einstellung machst, anderen zu helfen und zu dienen. Vielleicht hast Du ja auch eine Arbeit, wo Dienen dazu gehört, eine sogenannte Dienstleistung. Du leistest nicht einfach etwas, sondern Du kannst es tun als liebevollen Dienst an Gott. Und natürlich kannst Du Dir auch vornehmen, was immer  ich tue, ich will es als Dienst an Gott tun. Und dann mach es mit Liebe, mit Gefühl. Zunächst mal, musst Du überhaupt dienen und es ist wichtig, dass Du dienst und es ist wichtig, dass Du auch geschickt und intensiv dienst. Und wenn Du dienst, dass Du es auch wirklich von ganzem Herzen machst, also Deine Liebe hineinbringst. Liebe in den Gottesdienst hineinbringen heißt natürlich auch mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten, auch freundlich mit ihnen umzugehen. All das gehört zum liebevollen Dienst an Gott dazu.

Also nochmals der Vers und Du kannst überlegen, was das für Dich heißen kann: „Höchste Liebe, Paramaprema, Bhakti, wird erlangt durch ununterbrochenes liebendes Dienen.“ Überlege, ob und wie Du Gott noch mehr dienen kannst. Sei es, dass Du tatsächlich den Altar aufbaust und den Altar liebevoll pflegst, sei es in einer spirituellen Gemeinschaft, sei es in dem das was Du tust, es mit besonderer Liebe tust, sei es, dass Du schaust, dass Du Dich noch mehr engagierst zum Wohl anderer. Und Du kannst überlegen, es mit Gefühl zu machen, dem Gefühl der Gottesliebe.

Du kannst überlegen, in einer spirituellen Gemeinschaft zu leben, für ein paar Tage, ein paar Wochen, ein paar Monate und dabei uneigennützigen Dienst zu machen. Auch die verschiedenen Yoga-Vidya-Stadtzentren geben diese Möglichkeit. Und es ist aber dann auch wichtig, diese Einstellung zu pflegen, zu kultivieren. Es gibt viele Menschen, die kommen zu unserem Ashram mit der Einstellung, sie würden gerne Yoga machen, aber haben wenig Geld und deshalb machen sie Mithilfeprogramm als Arbeitsaustausch. Das kann man auch machen und das ist auch ganz ok. Aber es ist dann nicht wirklich Seva, es ist kein Gottesdienst. Wichtiger wäre oder noch besser wäre, Du überlegst dir – ja, ich will Gott dienen und am besten kann ich doch Gott dienen, indem ich seinem Werk diene. Und dann könnte zum Beispiel ein Ashram etwas sein wo Gott besonders gedient wird. Ich geh also dorthin, nicht um umsonst dort sein zu können, ich nehme also die Arbeit in Kauf. Sondern ich gehe bewusst deshalb hin, um dort dienen zu können. Ich gehe bewusst dorthin um für Gott da sein zu können. Ich gehe bewusst hin, um Gottesliebe zu entwickeln, indem ich mit Liebe diene. Wenn Du daran interessiert bist, dann kontaktiere uns. Auf www.yoga-vidya.de findest Du alle Informationen. Dort kannst Du auch eingeben, Mithilfe oder Mitarbeit oder Seva und Du findest mehr Informationen darüber.

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