Suche
  • TIPP: Nutze die Suche, um bestimmte Verse zu finden.
  • z. B.: die Eingabe 01-21 bringt dir 1. Kapitel, 21 Vers.
Suche Menü
Kapitel
Vers
Schrift öffnen

14-06 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 14. Kapitel 6. Vers: Sattva ist eine goldene Fessel

Play

„Tatra sattvam nirmalatvat prakasakam anamayam sukha-sangena badhnati jnana-sangena canagha.“
„Von diesen bindet Sattva, das aufgrund seiner Makellosigkeit strahlend und gesund ist, durch Bindung an Glück und durch Verhaftung an Wissen, Oh Sündenloser.“
Krishna, der Lehrer, hat im vorigen Vers dem Arjuna gesagt, es gibt drei Gunas, Sattva, Rajas und Tamas, und diese drei Gunas binden. Und er sagt hier, von diesen bindet Sattva, das makellos ist, strahlend und gesund ist, durch Bindung an Glück und durch Verhaftung an Wissen. Sattva ist eigentlich erstrebenswert und Krishna gibt in diesem und weiteren Kapiteln viele Tipps, wie du dein Leben sattviger gestalten kannst. Er sagt aber hier gleich zu Anfang dieser Abhandlung über die Gunas, auch Sattva kann binden. Menschen können gebunden sein an ihr Glück. Sie haben einen wunderbaren Gemütszustand, dann passiert irgendetwas Äußeres und sie kommen etwas durcheinander. Dann sind sie nicht nur durcheinander, sondern sie sind auch traurig, dass sie durcheinander gekommen sind. Und sie bedauern das und denken: „Was habe ich falsch gemacht? Was war so schlimm an meinen Handlungen? Warum passiert mir das?“ Wenn du verhaftungslos bist, dann bemühst du dich, dein Leben sattvig zu gestalten, aber du weißt auch, es kann auch mal passieren, dass Tamas und Rajas in dein Leben hineinkommen. Du bist weder Sattva, noch Tamas, noch Rajas. Genauso ist es auch, wenn du einen bewussten, klaren Gemütszustand hast. Normalerweise, wenn du sattvig lebst, wird zum großen Teil dein Gemütszustand auch sattvig sein, aber manchmal wirst du auch etwas in Verwirrung kommen. Es kann über eine Krankheit passieren. Es kann durch außergewöhnliche Herausforderungen sein. Oder du kannst feststellen, jemand anderes weiß sogar mehr als du und dann bedauerst du das oder du ärgerst dich darüber. Oder jemand erkennt dein Wissen nicht an. Jemand begegnet dir nicht mit so viel Respekt, wie du eigentlich denkst, dass du brauchst. All das kann zeigen, du bist verhaftet. Lerne es, dein Leben so sattvig wie möglich zu gestalten und dabei verhaftungslos zu sein.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.