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12-19 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 12. Kapitel,  19. Vers: Schweigen, die stille Hinwendung an Gott

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„Tulya-ninda-stutir mauni santusto yena kenacit aniketah sthira-matirbhaktiman me priyo narah.“
Krishna, der Lehrer, sagt Arjuna, dem Schüler:

„Wem Tadel und Lob gleichviel ist, wer schweigsam ist, mit allem zufrieden und ohne Verhaftung an ein Zuhause, dessen Geist nicht schwankt, und der voller Hingabe ist – dieser Mensch ruht in der Gottesliebe.“

 

Wer schweigsam ist: Schweigsam heißt jetzt nicht, dass du nie sprichst. Aber es heißt, dass du Mauna regelmäßig einhältst. Eine Stunde am Tag sprich mit keinem Menschen. Das ist typischerweise die Zeit deiner spirituellen Praktiken. Wenn du mit jemand anderem zusammenlebst, mache es dir zur Aufgabe, dass du während der Zeit der spirituellen Praktiken nicht ansprechbar bist. Vielleicht einmal die Woche oder einmal im Monat schweige etwas länger, widme etwas mehr Zeit den spirituellen Praktiken, z.B. einen halben Tag oder einen ganzen Tag. Vielleicht ein Wochenende oder eine Woche im Jahr, widme intensiv spirituellen Praktiken, vielleicht schweigst du ganz. Wir haben ja bei Yoga Vidya auch verschiedene Schweigeseminare. Jeden Monat gibt es mindestens in einem der Ashrams eine Schweigewoche, wo du mitmachen kannst. Und wir haben auch bei Yoga Vidya das Shivalaya Retreatzentrum, wo du so lange, wie du willst, zum Schweigen gehen kannst. Du kannst also dieses Mauna bewusst kultivieren. Im Alltag gilt es natürlich, zu kommunizieren mit anderen Menschen, aber es ist eine gute Sache, auch mal zu schweigen, sich nicht abzulenken durch Sprechen. Überlege also, bist du regelmäßig in deinen spirituellen Praktiken und vereinbarst du dabei wirklich mit deinen Mitmenschen, „in der Zeit bin ich nicht ansprechbar“? Machst du ab und zu mal intensivere spirituelle Praktiken und schweigst dort? Und überlege, ob du in den nächsten Monaten oder in den nächsten zwölf Monaten vielleicht an einer Intensivwoche in einem Ashram teilnehmen kannst, mit oder ohne Schweigen. Eine Intensivwoche heißt immer, dass du mehr schweigst und weniger sprichst.

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