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12-18 Forts. II. Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 12. Kapitel,  18. Vers Forts. II.: Gleichmut ist immerwährende Zufriedenheit

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Gleichmut in Hitze und Kälte, empfiehlt Krishna dem Bhakta, dem Gottesverehrer. Es klingt banal, ist es aber nicht. Wie viele Yogaschüler streiten sich, ob das Fenster offen oder zu sein soll. Sei gleichmütig, ob es etwas kühler ist oder wärmer. Angenommen, du bist in einem Raum und die Luft ist stickig. Du wirst deshalb keine bleibenden Schäden bekommen. Es ist immer genügend Sauerstoff in einem Raum, auch wenn die Luft stickig ist. Stickig heißt nur, die Luftfeuchtigkeit ist höher und es sind ein paar Ausdünstungen da. Damit kann dein Körper gut umgehen, das Immunsystem ist darauf vorbereitet. Es fühlt sich nur etwas unangenehm an. Sei deshalb gleichmütig. Oder angenommen, in dem Raum zieht es, das Fenster ist auf und es ist kalt, weil es jemand anderes so will. Du bekommst keine Erkältung, nur weil ein Fenster auf ist. Es ist empirisch klar widerlegt. Erkältungen kommen nicht nur, weil jemand das Fenster aufmacht. Erkältungen kommen nicht nur, weil es kalt ist oder ein Durchzug ist. Du bekommst auch keinen steifen Hals, wenn es ein bisschen zieht. Das ist alles Aberglauben, der längst empirisch widerlegt ist. Ich habe mir irgendwann mal vorgenommen, ich will gleichmütig sein. Ob jemand das Fenster aufmacht oder zu, ich will genauso gleichmütig sein. Das hat mein Leben in vielerlei Hinsicht vereinfacht. Wenn ich in einem Raum bin und es wird kälter, ist es ok. Wenn ich in einem Raum bin und es wird wärmer, ist auch ok. Ob jetzt das Fenster auf ist oder zu, ich weiß, es ist ok. Das hat mir viel Gleichmut beschert. Ich kann dir empfehlen, mache das auch. Lerne, gleichmütig zu sein bei offenem oder bei geschlossenem Fenster. Und natürlich ist es auch für das Immunsystem gut, wenn es mal kälter draußen ist, du musst nicht die Temperatur im Zimmer auf einundzwanzig, zweiundzwanzig Grad haben. Du kannst es lernen, fünfzehn, sechzehn, siebzehn Grad im Raum zu haben. Das wäre sehr gut für die Umwelt und es ist sehr gut für die Ökologie. Eventuell ziehe zwei zusätzliche Pullover an. Oder wenn es wärmer ist, brauchst du nicht gleich die Klimaanlage anzumachen. Fünfundzwanzig bis dreißig Grad, damit kann der Körper gut umgehen. Zwischen fünfzehn und dreißig Grad in einem Raum, das ist eigentlich die Temperaturspanne, in der ein Mensch gesund leben kann. Sei nicht so fixiert auf einundzwanzig, zweiundzwanzig Grad. Manche beschweren sich, wenn es über fünfundzwanzig Grad ist und sie beschweren sich, wenn es zwanzig Grad oder darunter ist. Lerne, gleichmütig zu sein in Hitze und Kälte. Gut für dich, gut für die Ökologie, gut für den Gleichmut und hilfreich für Gottesliebe.

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