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11-48 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 11. Kapitel,  48. Vers: Wir müssen so werden wie Arjuna

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„Na veda-yajnadhyayanair na danair-na ca kriyabhir na tapobhir ugraih evam-rupah sakya aham nr-loke drastum tvad anyena kuru-pravira.“
Krishna spricht:

 

„Nicht durch das Studium der Veden, Opfer, Geschenke, Rituale oder strenge Askese kann Ich in dieser Gestalt in der Welt der Menschen je von einem anderen als von dir wahrgenommen werden, Oh großer Held der Kurus, Arjuna.“

 

Wir müssen das jetzt richtig verstehen. Nicht, dass Arjuna einmalig ist und nur Arjuna das erfährt, sondern es heißt, wir müssen so werden wie Arjuna. Wie war Arjuna? Arjuna hat zum einen intensiv praktiziert. Zum zweiten, er hat Freundschaft zu Gott empfunden. Zum dritten, er hat Jahre, Jahrzehnte lang uneigennützigen Dienst getan. Zum vierten, er hat an nichts mehr gehangen, er war bereit, alles aufzugeben. Er will für sich selbst nichts. Er ist also vollkommen in Vairagya, in Losgelassenheit. Und schließlich, er hat große Demut und große Sehnsucht nach Gott. Und gerade der letzte Punkt, der ist besonders wichtig. Gottesliebe und Sehnsucht nach Gott. Wir können Gott nicht mechanisch erreichen, wir können Gott nicht erzwingen, wir können uns die Gotteserfahrung nicht erarbeiten. Es reicht nicht aus, Veden und Schriften zu studieren. Es reicht nicht aus, Rituale auszuführen. Es reicht nicht aus, große Spenden zu geben. Es reicht nicht aus, Yogaübungen zu praktizieren, zu meditieren usw. Es reicht nicht aus, Askese zu üben. All diese Dinge sind wichtig, all diese Dinge sind hilfreich, Krishna empfiehlt sie ja auch in den vorigen Kapiteln. Nur, es ist wichtig, all das zu koppeln mit Liebe zu Gott, Liebe zu den Menschen. Daher überlege jetzt, wenn du deine spirituellen Praktiken machst, ist dort Hingabe dabei, ist dort Liebe dabei? Nimm dir vor, die Praktiken mit mehr Liebe, mit mehr Hingabe zu machen. Wenn du uneigennützig dienst, ist dort wirklich die Liebe dabei oder ist es inzwischen mechanisch geworden? Wenn du deinen Alltag lebst, tust du das mit großer Intensität, mit Enthusiasmus, mit Liebe zu Gott oder ist das alles mechanisch geworden? Wenn du dem einzelnen Menschen hilfst, wenn du etwas Gutes tust, machst du es wirklich mit Liebe, machst du es mit Herz? Mache es mit mehr Herz, mache es mit mehr Liebe, so wirst du Schritt für Schritt zur Gotteserfahrung hinkommen.

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