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18-03 Kommentar Sukadev

Man findet also zwei unterschiedliche philosophische Ansätze bezüglich des Handelns.

Zu Krishnas Zeiten und auch in manchen modernen Jnana Yoga Richtungen vertreten einige die Anssicht, man solle auf Handlungen grundsätzlich verzichten, weil Handlungen eine Tendenz haben, einen zu binden.

Krishna ist anderer Meinung und versucht, den Gegensatz von völligem Verzicht auf Handlung und der Notwendigkeit zu handeln aufzulösen. Dafür gibt er uns drei Ansätze:

1. Für manche Menschen ist der Weg der Entsagung besser, für die Mehrheit der Menschen gilt aber der Weg des Handelns im Alltag.

2. Zu Anfang des Weges, bis man Gleichmut des Geistes besitzt, findet die Transformation, die spirituelle Entwicklung, durch Karma Yoga statt. Später, wenn der Geist gleichmütig ist, werden die letzten Schritte bis Nirvikalpa Samadhi allein in der Meditation gemacht. (BhG VI.3) – Also eine zeitliche Aufeinanderfolge.

3. „Nichthandeln im Handeln“ – also mit der oben beschriebenen Karma Yoga Einstellung zu handeln. z.B. BhG III.4)

Die Essenz von Krishnas Ansatz in dieser Frage ist: Auf der relativen Ebene ist es nicht möglich zu existieren ohne zu handeln. Daher gehört beides zusammen, Verzicht und Handlung.

Selbst der Mönch, die Nonne muss weiter dafür sorgen, dass er/sie etwas zu essen hat, Kleidung hat, eine Unterkunft als Schutz vor Regen oder Schnee und selbst Atmen ist eine Handlung. Leben auf dieser Ebene des Seins ist nicht möglich, ohne zu handeln. Und umgekehrt, auch wer handelt bzw. den Weg des Karma Yogas geht, muss notgedrungen auf bestimmte Dinge verzichten.

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