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17-26 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 26. Vers: SAT, der Gottesverwirklichung dienliche Wahrheit

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Krishna, der Lehrer, sagt zu Arjuna, dem Schüler und damit zu allen von uns:

„Das Wort Sat wird im Sinne von Wirklichkeit, von Tugend verwendet; und so, Oh Arjuna, wird das Wort Sat auch im Sinne einer verheißungsvollen Handlung verwendet.“

Krishna spricht in diesen Versen über „Om Tat Sat“, was man gerne zu Anfang oder zu Ende von allen Handlungen sagt. Sat, die höchste Wahrheit, die höchste Wirklichkeit, ist aber auch Tugend. Wenn du eine gute Handlung ausführst oder wenn du tugendhaft bist, wenn du verschiedene gute Eigenschaften in dir entwickelst, dann sind das alles Eigenschaften, die aus der Erkenntnis von Sat kommen und die dich auch hinführen zu Sat, zur höchsten Erkenntnis. Daher, das Wort Sat ist Wirklichkeit, aber Wirklichkeit muss auch lebendig werden, es reicht nicht aus, zu erkennen, dass hinter allem die höchste Wirklichkeit ist. „An ihren Früchten wirst du sie erkennen“, sagt Jesus in der Bibel. So ähnlich muss sich das Bewusstsein der höchsten Wirklichkeit, Sat, als Tugend zeigen. Aber auch Tugend reicht nicht aus, im Sinne von, dass du eine Charaktereigenschaft hast. Es reicht nicht aus, nur liebevoll zu sein innerlich und gütig zu sein und gelassen und freudevoll, sondern diese Haltung muss sich auch in einer Handlung manifestieren. Wenn du Güte hast, musst du auch einem Menschen helfen, dem es nicht gut geht. Du kannst auch einem Menschen helfen, Güte zu entwickeln, um so die höchste Wirklichkeit zu erfahren. Es geht in beide Richtungen. Über eine gute Handlung wirkst du auf den Geist, die Psyche, deine Eigenschaften, und über diese kommst du dann zur höchsten Wirklichkeit. Oder umgekehrt, was oft der Weg des Jnana Yoga ist, du wirst dir der höchsten Wirklichkeit bewusst. Aus dieser höchsten Wirklichkeit kommen Liebe, Gleichmut, Verhaftungslosigkeit. Aus diesen kommt dann der Wunsch, anderen zu helfen, zu dienen, andere zu dieser Wahrheit zu führen und dann wirst du tätig. Erkenne also die höchste Wirklichkeit immer wieder, lasse aus dieser Erfahrung oder dieser Erkenntnis der höchsten Wirklichkeit in dir Liebe, Güte, Wohlwollen, Mitgefühl entstehen und setze diese um in freundlichen, gütigen Handlungen.

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