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16-18 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 18. Vers: Finstere Kräfte der Selbstsucht

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„Ahankaram balam darpam kamam krodham ca samsritah mam atma-para-dehesu pradvisanto‘bhyasuyakah.“

„Dem Egoismus, der Macht, der Überheblichkeit, der Gier und dem Zorn anheimgegeben, hassen die böswilligen Menschen Mich in ihrem eigenen Körper und im Körper anderer Menschen.“

Hier beschreibt Krishna die Konsequenz, wenn man nicht auf dem spirituellen Weg ist oder auf dem spirituellen Weg dem Ego anheimfällt. Was tut man nämlich? Letztlich hasst man Gott selbst. Gott in ihrem eigenen Körper und Gott im Körper anderer Menschen. Und wie kommt es dazu? Dem Egoismus anheimgegeben heißt: „Das bin ich. Ich bin besser als andere. Das gehört mir.“ Der Macht anheimgegeben heißt: „Ja, das kann ich.“ Oder man nährt den Wunsch, immer mehr zu haben und zu können, immer mächtiger zu werden. Überheblichkeit heißt: Menschen werden überheblich und denken: „Ich bin besser als andere. Ich bin ein besserer Mensch. Ich kann Dinge besser.“ Oder Gier und dann kommt aus Gier Ärger usw. Aus diesem Ego, aus diesem Machthunger, aus Überheblichkeit, Gier und Ärger tun Menschen schlimme Sachen, schlimme Sachen gegen sich selbst, schlimme Sachen gegen andere. Und letztlich, in jedem Menschen wohnt Gott. Und hier ist auch wieder interessant, dass Krishna sagt, sie hassen Gott in ihrem eigenen Körper. Selbst der egoistischste Mensch ist nämlich letztlich eine Manifestation Gottes. Tief im Inneren von jedem Menschen wohnt Gott. Das ist auch eine gute Übung: Wenn du einen Menschen hast, der offensichtlich egoistisch handelt, der offensichtlich arrogant ist, der offensichtlich seinem Zorn freien Lauf lässt, tief im Inneren ist auch in diesem Menschen Gott. Und auch das kann eine Weise sein, wie du diese Asuraeigenschaften überwinden kannst, nämlich indem du dir bewusst bist, tief im Inneren bist du Gott, tief im Inneren wohnt in dir Gott und Gott will durch dich wirken. Und die vielen Eigenschaften, die du hast, sind letztlich auch Instrumente, um anderen Menschen zu helfen und zu dienen. Du musst nur Gott dadurch wirken lassen. Und wenn du manchmal hilflos bist gegenüber dem eigenen Ego, hilflos gegenüber den unguten Eigenschaften, kannst du alles Gott darbringen. Du kannst sagen: „Oh Gott, ich bin machtlos, ich kann selbst nichts tun, ich merke, da habe ich mich wieder identifiziert, da bin ich wieder egoistisch, da bin ich gierig, da habe ich mich wieder geärgert. Oh Gott, bitte hilf mir. Bitte wirke durch mich. Ich bringe Dir alles dar, sogar mein Ego, sogar meine Gier, sogar meinen Ärger. Nicht mein Wille, Dein Wille geschehe. Wirke durch mich. Führe mich zum Höchsten.“

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