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16-12 Kommentar Sukadev

Hier spricht er von Menschen, die um jeden Preis reich werden, Macht und alle möglichen Vergnügungen haben wollen und für die Erfüllung ihrer Wünsche unethisch und rücksichtslos vorgehen.

Frustrations- und Kränkungstoleranz

„Das brauche ich noch, wenn ich das bekomme, bin ich glücklich“. Was denkst du, was brauchst du noch alles, um glücklich zu sein? Wir wachsen mit der Vorstellung auf, dass wir glücklich sein werden, wenn wir bekommen, was wir wollen. Dieses Prinzip gilt schon in der Kindererziehung.

Frustrations- und Kränkungstoleranz sind jedoch wichtige Voraussetzungen fürs Glücklichsein. Und da die meisten Menschen das als Kinder heutzutage nicht mehr lernen, müssen sie es als Erwachsene lernen – im Berufsleben, in der Partnerschaft, usw.

Mangelnde Frustrationstoleranz als „asurische“ Tendenz

Menschen wachsen auf in der Vorstellung, wenn ihre Wünsche erfüllt sind, sind sie glücklich. Sie lernen nicht, dass man auch glücklich sein kann, ohne dass alle Wünsche erfüllt werden. Diese mangelnde Frustrationstoleranz kommt aus einer materialistischen Lebenseinstellung. Sie macht Menschen allgemein unglücklicher und erschwert den spirituellen Weg. Man erwartet dann nämlich, dass auf dem spirituellen Weg alles leicht und einfach sein muss. Viele Aspiranten sind dann schnell wieder weg, wenn sie merken, dass nicht alles so geht, wie sie es sich vorstellen. Das Durchhaltevermögen fehlt. Zu erwarten, dass alle unsere Vorstellungen erfüllt werden, ist eine „asurische“ Tendenz. Auf dem spirituellen Weg müssen wir immer wieder aufpassen, dass wir ihr nicht anheim fallen.

Mangelnde Kränkungstoleranz und Kritikfähigkeit als „asurische“ Tendenz

Menschen sind laut Umfragen heute weniger kritikfähig als früher. In einem Interview, das ich diesbezüglich gelesen habe, hieß es, früher hätten die Eltern ihre Kinder mehr kritisiert, die Lehrer Kinder mehr zurecht gewiesen – wie gut das tatsächlich war, sei allerdings dahin gestellt…. Die Folge sei unter anderem, dass Heranwachsende nicht mehr kritikfähig seien. Häufig werde heute als Mobbing bezeichnet, was früher als legitime Kritik und ganz normales Feedback gegolten habe. Das mag etwas übertrieben sein, aber es ist des Nachdenkens wert.

Nicht umsonst sagt Swami Sivananda: „Bear insult bear injury highest yoga“ – „Trage Kränkung, trage Schmähung, höchstes Yoga.“ Wir werden immer wieder von Menschen gekränkt und kritisiert werden. Es ist überlebenswichtig auch für unsere psychische Gesundheit, dass wir Kritik mit gesundem Selbstvertrauen annehmen und damit umgehen können.

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