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16-02 Kommentar Sukadev

AhimsaNichtverletzen, niemand Harm zufügen

SatyamWahrhaftigkeit

Akrodha – „Zornlosigkeit“, Überwindung von Zorn

TyagahEntsagung

ShantiFrieden, Friedfertigkeit

ApaishunaFehlen von Hinterlist

Daya Bhutesva – Mitgefühl  mit allen Wesen

Aloluptvam – Fehlen von Habgier

MardavaFreundlichkeit

HrihBescheidenheit

AchapalaFehlen von Wankelmut, also Beständigkeit. Beständigkeit nicht in dem Sinn,  dass wir jeden Tag dasselbe machen, sondern Beständigkeit im Wissen und im Yoga. Krishna sagt im 6. Kapitel, ebenso wie Patanjali im Yoga Sutra, Abhyasa, die beständige Praxis und Vairagya, Nichtanhaften, Loslassen, führen uns zum Höchsten.

Abhyasa, beständige Praxis, heißt, dass wir nicht nur ab und zu mal üben, sondern täglich. Die Praxis wird natürlich mal mehr sein und mal weniger. Zum Beispiel während einer Yogalehrer-Weiterbildung im Haus Yoga Vidya praktiziert man 10-12 Stunden Satsang, Meditation, Pranayama, Asanas, Vorträge, Rezitation usw. Für die wenigsten wird das zu Hause im Alltag der Standard sein. Vielleicht gibt es Phasen, wo man eine Stunde am Tag Zeit hat und übt, und es mag Phasen geben, wo man vielleicht 2-3 Stunden am Tag übt. Leben ist Rhythmus. Aber etwas sollte man jeden Tag üben, diese Beständigkeit beibehalten.

Das gilt nicht nur für Sadhana, die spirituelle Praxis im engeren Sinne, sondern Abyasa meint auch immer wieder das Bemühen, Gott überall zu sehen. Nicht: Ein paar Wochen bemühe ich mich und danach werde ich mich um etwas anderes kümmern.

So schreibt Patanjali im Yoga Sutra: Die Praxis ist fest begründet, wenn sie über einen längeren Zeitraum ohne Unterbrechung mit aufrichtiger Hingabe, mit großem Enthusiasmus gemacht wird (Yoga Sutra I.14).

Im weiteren Sinn kann man alles was man tut Gott darbringen und zur spirituellen Praxis machen. Zum Beispiel kann man beständig jeden Tag, vor oder nach jeder Handlung oder mindestens morgens beim Aufstehen und abends vor dem Einschlafen, alle Handlungen Gott widmen. Und sich zwischendurch immer wieder bewusst werden:„Aham Brahmasmi“, „Ich bin Brahman“, „Narayani Iti Samarpayami“ – „Ich bringe dir alles dar“.

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