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15-16 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 15. Kapitel 16. Vers: Göttliche Existenz als unvergänglich und vergänglich

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„Dvav imau purusau loke ksaras caksara eva ca ksarah sarvani bhutani kuta-stho’ksara ucyate.“
“Zwei Purushas gibt es in der Welt, den zerstörbaren und den unzerstörbaren. Alle Wesen sind der zerstörbare, und der Kutastha, der Unveränderliche, wird unzerstörbar genannt.“

In jedem Wesen gibt es etwas Zerstörbares und etwas Unzerstörbares. Wenn du dich an das Zerstörbare haftest, kommst du ins Leid. Wenn du dagegen das Zerstörbare als vergänglich ansiehst und erkennst, dass hinter allem das Unzerstörbare ist, dann kannst du stets in der Freude sein. Shiva hat so viele verschiedene Aspekte. Du siehst Shiva zum einen als den meditierenden Shiva und du siehst Shiva auch als den Nataraj, den tanzenden Shiva. So kannst du sagen, Gott manifestiert sich auf zwei Weisen. Er manifestiert sich als die Seele im Individuum, er manifestiert sich als die Seele der Welt, und diese unvergängliche Seele ist Purushottama, Kutastha, das Unzerstörbare. Zum anderen allerdings gibt es auch die Veränderung in der Welt. Und wenn du einen Menschen liebst, spürst du, sein tiefstes Herz wird immer gleich bleiben, aber das Äußere mag sich ändern. Ein lieber Mensch mag mehr Falten bekommen, mag graue Haare bekommen, mag andere Macken bekommen, mag andere Hobbys bekommen, mag plötzlich spirituelles Interesse gewinnen oder auch wieder verlieren, mag als Mutter plötzlich anders sein als vorher nur als Geliebte. So kann also in einem Menschen sich vieles verändern. Wenn du nur das Veränderbare liebst, dann wirst du immer wieder an Probleme geraten. Du kannst aber erkennen, in jedem Menschen ist die Seele unveränderlich. Und diese Seele drückt sich aus über Körper und Geist. Körper und Geist werden sich immer wieder verändern. Wenn du diesen Tanz der Veränderung als Tanz Shivas ansiehst, kannst du mittanzen und dich daran erfreuen. Wenn du dich an einen bestimmten Moment des Tanzes heftest, dann wirst du leiden. Achte am heutigen Tag besonders drauf. Versuche zum einen in jedem Menschen das Ewige zu spüren und dann siehe alles andere als Tanz Shivas an. Siehe die ganze Psyche und den Körper und alles, was ein Mensch macht, wie einen Tanz Shivas an und sei neugierig, wie sich Shiva als tanzender Shiva heute durch diesen Menschen manifestiert. Tanze dort mit und so ist das Leben ein wunderbarer Tanz. Es ist eine wunderbare Tiefe, indem du die Tiefe der Seele spürst, und es ist eben auch ein Tanz, den du genießen kannst.

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