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15-10 Kommentar Sukadev

Heißt das, wir sollen die Menschheit in die Getäuschten und die Erkennenden einteilen? – Nein. Das ist vielmehr einer der Stolpersteine auf dem spirituellen Weg.

Zum einen neigen wir oft dazu, uns selbst zu klassifizieren:

Auf tamasige Weise: Ich bin unfähig zur Erkenntnis, deshalb tauge ich nichts.

Auf rajasige Weise: Ich habe es erkannt, mindestens intellektuell, alle anderen tappen im Sumpf der Unwissenheit. Ich bin allen überlegen.

Auf sattwige Weise: Wir stellen fest, es gibt Momente da erkenne ich eine höhere Wahrheit und es gibt Momente, da habe ich keinen Zugang dazu, bin also „getäuscht“. Gleichzeitig mache ich mir bewusst: Wenn ich es nicht erkenne, befinde ich mich in der Täuschung. Es muss ja auch nichts Schlechtes sein, mal vorübergehend in der Täuschung zu sein. Manchmal macht das ja auch Spaß, so wie Illusionsbilder und optische Täuschungen. Es kann ganz lustig sein, sich zu täuschen, solange man sich bewusst ist, in der Täuschung zu sein. An unseren „talent shows“, den Bunten Abenden während der Yogalehrer-Ausbildung, führt manchmal jemand Zaubertricks vor. Es macht Spaß und ist schön, aber man weiß – der täuscht uns. Wenn man es nicht wüsste, könnte man glauben, der Zauberkünstler hat magische Kräfte.

So sollten wir uns bewusst sein, wann wir tatsächlich „erkennen“ und wann wir in der Täuschung sind, und wir sollten nicht aus der Täuschung heraus handeln.

Und natürlich sollten wir uns davor hüten, andere in „Getäuschte“ und „Erkennende“ einzuteilen.

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