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15-10 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 15. Kapitel 10. Vers: Das Auge der Erkenntnis erkennt Gott

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„Utkramantam sthitam vapi bhunjanam va gunanvitam vimudha nanupasyanti pasyanti jnana-caksusah.“

„Die Getäuschten sehen nicht den Scheidenden, Verweilenden und Erlebenden; die Menschen aber, die das Auge der Erkenntnis haben, nehmen Ihn wahr.“

Die Getäuschten, also der Durchschnittsmensch, sieht, was er erlebt, er sieht die anderen Menschen, er sieht sich selbst, er sieht seine Emotionen oder er sieht mit Emotionen, er erfährt alles Mögliche. Aber der Getäuschte sieht nicht, dass in ihm jemand ist, der scheidet, der verweilt und der erlebt. Wer erlebt, wer scheidet, wer verweilt? In den vorigen Versen hat Krishna das gesagt: Gott weilt in diesem Körper als du selbst. Gott erlebt diesen Körper. Gott erlebt diese Welt durch deinen Körper, deine Persönlichkeit. Und Gott scheidet schließlich auch. Und nicht nur in dir. Du hast einen lieben Menschen. Diesen lieben Menschen magst du. Warum magst du ihn? Weil in ihm auch das Göttliche wohnt. Und du kannst Gott dort spüren. Du kannst spüren, wie Gott dort etwas erlebt. Du kannst spüren, wie Gott dort verweilt. Du kannst auch merken, wie Gott sich von dir scheidet, indem er weggeht. Natürlich, Gott bleibt auch weiter in dir. Gott kommt in einer anderen Manifestation. Ständig und andauernd wird Gott dir neue Erfahrungen geben. Gott manifestiert sich auf die verschiedensten Weisen, sowohl in dir, durch dich, als auch vor dir. Nimm das immer wieder wahr. Sei dir immer wieder bewusst, hinter dem ganzen kosmischen Drama ist der eine unendliche, ewige Gott. Du könntest auch sagen, das Ganze ist wie ein Puppenspiel. Ein Puppenspieler spielt den ganzen Film. Nur mit dem Unterschied, die Puppen in einem gewöhnlichen Puppenspiel haben kein individuelles Bewusstsein. Gott ist ein viel großartigerer Puppenspieler. Du bist wie eine Puppe Gottes, aber du bist keine unbeseelte Puppe Gottes. Gott manifestiert sich in dir als das Bewusstsein in dieser individuellen Puppe. Spüre so hinter allem das Wirken Gottes.

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