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14-26 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 14. Kapitel 26. Vers: Dienen und Hingabe überwinden die Gunas

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„Mam ca yo’vyabhicarena bhakti-yogena sevate sa gunan samatityaitan brahma-bhuyaya kalpate.“
Krishna, der Lehrer, Inkarnation Gottes, Manifestation Gottes und damit Gott selbst, spricht:
„Und wer Mir mit unerschütterlicher Hingabe dient, geht über die Eigenschaften hinaus und ist geeignet, die Einheit mit Brahman zu verwirklichen.“
In den vorigen Kapiteln hat Krishna beschrieben wie ein Gunatita ist, einer, der die drei Eigenschaften transzendiert hat, einer, der die Erleuchtung erreicht, einer, der die Selbstverwirklichung erreicht. Und dort hat er ganz hohe Ideale vorgegeben. Gleichmütig sein in Erfolg und Misserfolg. Gleichmütig sein in Ehre und Schmach, in Lob und Tadel, in Vergnügen und Schmerz. Das ist nicht ganz so einfach. Letztlich ist der Weg von Bhakti, der Weg der Hingabe, einfacher. Krishna sagt das immer wieder in der Bhagavad Gita, wann immer er Raja Yoga beschreibt, Herrschaft über den Geist, oder Jnana Yoga, Nichtidentifikation, kommt er nachher immer wieder zu Bhakti zurück. Letztlich, wir brauchen nicht selbst alles zu erreichen, Gott kann es erreichen durch uns. Wenn es zu schwierig ist, wirklich sich in jeder Zeit gleichmütig zu verhalten und gleichmütig zu sein, geben wir alles Gott hin. Du kannst, wenn du niedergeschlagen bist, dich ganz an Gott wenden und sagen: „Oh Gott, ich kann nicht anders, ich bin jetzt niedergeschlagen, bitte hilf mir!“ Wenn du dich sehr freust über etwas, dann kannst du sagen: „Oh Gott, ich freue mich, danke Dir, Du gibst mir diese große Freude.“ Wenn du über etwas traurig bist, kannst du sagen: „Oh Gott, Du lässt mich diese Trauer erfahren. Bitte hilf mir, bitte stehe mir bei.“ Und du kannst alles, was du tust, Gott widmen. Du kannst, auch wenn du oberflächlich betrachtet etwas tust, um deine Wünsche zu erfüllen, sagen: „Oh Gott, Du wohnst im Inneren meines Herzens, Du gibst mir auch diesen Wunsch. Wenn ich mir jetzt diesen Wunsch erfülle, erfülle ich den Wunsch in Dir.“ Und zusätzlich zum Darbringen all deiner täglichen Handlungen an Gott, kannst du auch Gott auf andere Weise dienen. Z.B. indem du Arati ausführst, ein Lichtritual, indem du deinen Altar pflegst, indem du vor dem Altar eine Blume darbringst, indem du einen Stein darbringst, und auch indem du deinem spirituellen Zentrum hilfst. Es gibt so viele Yoga Vidya Zentren, dort kannst du hingehen und sagen, „ich will dort helfen, ich will dort dienen, um Gott zu dienen“. Denn gerade spirituelle Zentren sind im besonderen Maße Arme Gottes, Körper Gottes. Indem du dort hilfst, dienst du Gott. Es ist auch wichtig, dass du das tust, ohne etwas zu erwarten. Viele Menschen kommen in spirituelle Zentren und beginnen dort, etwas ehrenamtlich zu machen, nach einer Weile wollen sie etwas zurück dafür. Verbilligungen, Vergünstigungen, Kurse und irgendwann sogar Geld. Manchmal braucht man das, aber wenn du in einer spirituellen Gemeinschaft dienst, sehe es als Dienst Gottes, dann hast du am meisten davon. Krishna verspricht nämlich: „Wenn du Gott mit unerschütterlicher Hingabe dienst, dann gehst du über die drei Eigenschaften hinaus und erfährst Brahman.“ Das ist das Größte, was du erreichen kannst. Er sagt auch, „mit unerschütterlicher Hingabe“, denn die Hingabe wird immer wieder erschüttert. Auch in spirituellen Gemeinschaften z.B. gibt es mal Konflikte. Auch im Alltag, wenn du versuchst, Gott zu dienen und auch alles darzubringen, gibt es Konflikte. Zwischendurch wirst du auch Zweifel an Gott haben. Unerschütterliche Hingabe heißt, du dienst Gott weiter, auch wenn äußere Dinge sich dazwischen schieben. Du willst Gott von ganzem Herzen her dienen, Gott lieben. So gehst du über die Eigenschaften hinaus, du dienst nämlich Gott, egal, ob es dir gut geht oder nicht gut geht, ob du aufgeregt bist oder niedergeschlagen. Diene Gott immer. Und dann wirst du Brahman erfahren.

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